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Noch'n Smartphone-System: Geräte mit Sailfish OS ab Mai

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Ein modernes skandinavisches Design verspricht Antti Saarnio, der Aufsichtsratvorsitzende von Jolla, für das erste Smartphone mit Sailfish OS. Das Unternehmen dahinter besteht aus ehemaligen Nokia-Entwicklern, die aus den Überresten des Nokia-Betriebssystems MeeGo ein neues modernes System mitsamt passender Hardware auf den Markt bringen wollen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 60 Mitarbeiter.

Anfang Mai will Jolla ein erstes Smartphone mit Sailfish OS vorstellen, Spezifikationen sind bislang noch nicht bekannt. Mitte Mai soll dann eine Pre-Sales-Kampagne gestartet werden: Wer dann bereits ein Jolla-Smartphone bestellt und es auch bezahlt, soll ein besonders individuelles Gerät erhalten. Möglicherweise will das Unternehmen so auch ein wenig Geld für den Start der Massenproduktion im zweiten Halbjahr sammeln.

Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Capital sagte der Jolla-CEO Marc Dillon, dass Jolla von einem schnellen Marktdurchbruch seines ersten Smartphones und des dazugehörigen Betriebssystems ausgehe. Fünf Millionen Fans habe das Unternehmen alleine in Finnland. Auch DNA, der drittgrößte finnischen Mobilfunknetz-Anbieter, sei optimistisch. Die Finnen würden das Jolla-Handy allein schon aus Solidarität kaufen, zitiert Capital den DNA-Manager Pekka Väisänen. In Finnland soll gerade einmal jeder dritte Einwohner ein Smartphone besitzen, in anderen Ländern Nordeuropas liege der Anteil oft bei über 60 Prozent.

Noch größere Hoffnungen sollen die Jolla-Gründer mit China verbinden. Ein eigenes Büro in Hongkong soll bei der Vermarktung helfen. Ein chinesisches Handy-Serviceunternehmen sei seit kurzem Jolla-Aktionär, zudem soll es bereits eine Vertriebsallianz mit der rund 2.000 Filialen zählenden Mobilfunkladenkette D.Phone geben.

(ll)

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