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Nokia 7.2 & 6.2: Mittelklasse-Smartphones mit Android One und Triple-Kamera

Mittelklasse-Smartphones mit langjährigem Support und Featurephones mit WhatsApp: Nokia frischt Produktpalette auf

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Android-Smartphones mit Triple-Kamera, ein Outdoor-, ein Klapp- und ein Einsteigerhandy: Nokia hat bei der IFA gleich fünf neue Handys vorgestellt. Die Preise reichen von knapp 20 bis zu 350 Euro.

Am oberen Ende rangiert das Nokia 7.2, das äußerlich vom darunter angesiedelten 6.2 kaum zu unterscheiden ist. Erst ein Blick auf die gläserne Rückseite macht sichtbar, dass es sich um zwei verschiedene Geräte handelt, die des 6.2 glänzt, während Nokia dem 7.2 ein mattes Finish verpasst hat. Vornehmlich die etwas bessere Kamera und der schnellere Prozessor machen den Mehrpreis für das 7.2 aus.

Nokia 6.2 & 7.2 (10 Bilder)

Der Rücken beweist es: Es handelt sich bei Nokia 6.2 und 7.2 um unterschiedliche Geräte. Der Rücken des 6.2 glänzt, der des 7.2 kommt mit mattem Finish. Außerdem hat Nokia dem 7.2 eine bessere Kamera und einen etwas schnelleren SoC spendiert.

Wie bei Nokia üblich sind die beiden Smartphones Teil von Googles Android-One-Programm. Das bedeutet ein schlankes, fast unverändertes Android, drei Jahre Sicherheitsupdates und zwei Android-Versionsschritte. In den Handel kommen die Geräte mit Android 9, ein Upgrade auf Android 10 soll bald folgen. Sicherheitspatches gibt es mindestens bis September 2022.

Die Inhalte stellen beide Geräte auf einem 6,3-Zoll-IPS-Screen mit FullHD+-Auflösung dar. Laut Nokia leuchten die Panels mit bis zu 500 cd/m². Am oberen Rand sitzt eine Benachrichtigungs-LED. Auch eine Klinkenbuchse steht auf der Ausstattungsliste. Neben zwei SIM-Karten nehmen die Geräte außerdem eine MicroSD-Karte zusätzlich auf. Der interne Speicher fasst 64 GByte, der Hauptspeicher ist 4 GByte groß. Das 7.2 soll auch als Version mit 6 GByte / 128 GByte erscheinen. Der Akku fasst 3500 mAh.

Angetrieben wird das 7.2 von Qualcomms Oberklasse-Chip Snapdragon 660, im 6.2 steckt ein Snapdragon 636. Bei unseren bisher getesteten Geräten mit diesen SoCs (zum Beispiel Xiaomi Redmi Note 7 mit Snapdragon 660 und Sony Xperia 10 Plus mit Snapdragon 636) war der 660 sowohl im Einkern- als auch im Mehrkernbetrieb etwa 20 Prozent schneller als der 636. Auch für 3D-Spiele hat der 660 die größeren Reserven. Im alltäglichen Gebrauch sollte der Unterschied aber eher gering ausfallen.

Für Vielfotografierer könnte sich der Aufpreis für das 7.2 dennoch lohnen. Die Hauptkamera kommt mit 48-Megapixel-Sensor im 1/2-Format und zusätzlicher 5-MP-Linse für Tiefenschärfe. Zudem ist eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera an Bord. Ein ähnliches Setup, aber mit 16-MP-Hauptkamera, bietet das Nokia 6.2. Die Fotos mit der Hauptkamera des 7.2 machten beim ersten Ausprobieren einen gefälligeren Eindruck als die des 6.2. Spielereien mit Unschärfeeffekten und das nachträgliche Setzen des Fokus funktionierten bei klar voneinander getrennten Tiefenebenen auf dem Foto gut.

Das 6.2 wird wird ab Oktober für 249 Euro erhältlich sein, das 7.2 in der Basisausstattung kostet 50 Euro mehr und ist ab September verfügbar. Mit 6 GByte RAM und 128 GByte Flash kostet das Gerät ab Oktober 349 Euro.

Neben Smartphones präsentierte Nokia auch drei Featurephones, zwei davon beherrschen unter anderem Facebook und Whatsapp. Das Outdoor-Handy 800 Tough mit KaiOS steckt dabei auch mal den ein oder anderen Sturz auf harten Boden oder ins Wasser weg. Zum Marktstart im Oktober setzt Nokia einen Preis von 109 Euro an.

Das Klapphandy 2720 Flip richtet sich mit seinen großen Tasten vornehmlich an Senioren. Seitlich sitzt eine Notruftaste. Im zugeklappten Zustand informiert ein 1,3 Zoll großer Screen auf dem Deckel über Uhrzeit und Anrufe. Nokia verspricht bis zu 80 Tage Standby-Zeit setzt 89 Euro für das ab September erhältliche Gerät an. Rudimentär wird es beim Nokia 110. Das Handy ist zum Telefonieren und SMS-Versenden da – und zum Fotografieren. Im Vergleich zum 105 hat Nokia das Telefon um eine Kamera erweitert. Es wird zum Marktstart im September 20 Euro kosten. (rbr)