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Nokia kann Gewinn deutlich steigern

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Der weltgrößte Mobilfunkausrüster Nokia hat seinen Gewinn im zweiten Quartal weiter deutlich erhöhen können. Der Überschuss belaufe sich auf 1,14 Milliarden Euro und liege damit deutlich über dem Vorjahreswert von 799 Millionen Euro, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Helsinki mit. Der Umsatz wuchs um 22 Prozent auf 9,81 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,06 Milliarden Euro). Das Ergebnis entspricht einem Gewinn von 0,28 Euro pro Aktie.

Zuwächse verzeichnete Nokia vor allem im Handy-Geschäft, in dem der Umsatz um rund ein Fünftel anzog. Im abgelaufenen Quartal konnten die Finnen 78,4 Millionen Handys absetzen. Allerdings musste Nokia bei einem Marktanteil von 34 Prozent einen Prozentpunkt gegenüber dem Auftaktquartal abgeben. Im laufenden Quartal erwartet Nokia den Marktanteil auf diesem Niveau zu halten. Für das Gesamtjahr rechnet die Gesellschaft weiterhin mit einem branchenweiten Absatz von 915 Millionen Handys. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät (ASP) werde aber weiter unter Druck bleiben, da die Nachfrage vor allem aus Schwellenländern komme. Im zweiten Quartal sank der ASP von Nokia gegenüber dem Vorjahr um 3 Euro auf 102 Euro.

Nokia will neben dem Handygeschäft auch den Bereich Infrastruktur ausbauen. Dazu soll die Zusammenlegung der Netzwerksparte mit Siemens Com Carrier beitragen. Im Netzwerksegment erwirtschaftete Nokia einen Umsatz von 1,77 Millarden Euro (plus 9 Prozent) bei einem Gewinn von 399 Millionen Euro. Bereinigt um Einmaleffekte aus beglichenen Forderungen gegenüber der Telsim bleibt der Sparte ein Gewinn 123 Millionen Euro, im Vorjahresquartal hatte der Gewinn noch 209 Millionen Euro betragen. Nokia erklärt das durchwachsene Ergebnis mit dem hohen Preisdruck in der Branche, verstärkten Anstrengungen für mehr Marktanteile und einem hohen Anteil der Verkäufe in Schwellenmärkten.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Nokia in Euro

Quartal Umsatz Nettogewinn
1/00 6,5 Mrd. 0,91 Mrd.
2/00 7 Mrd. 0,98 Mrd.
3/00 7,58 Mrd. 0,92 Mrd.
4/00 9,28 Mrd. 1,21 Mrd.
1/01 8 Mrd. 1,05 Mrd.
2/01 7,35 Mrd. 0,83 Mrd.
3/01 7 Mrd. 0,76 Mrd.
4/01 8,79 Mrd. 1,15 Mrd.
1/02 7 Mrd. 0,92 Mrd.
2/02 6,94 Mrd. 0,90 Mrd.
3/02 7,2 Mrd. 0,88 Mrd.
4/02 8,8 Mrd. 1,24 Mrd.
1/03 6,7 Mrd. 0,97 Mrd.
2/03 7,02 Mrd. 0,66 Mrd.
3/03 6,9 Mrd. 0,86 Mrd.
4/03 8,79 Mrd. 1,17 Mrd.
1/04 6,63 Mrd. 0,82 Mrd.
2/04 6,64 Mrd. 0,71 Mrd.
3/04 6,94 Mrd. 0,66 Mrd.
4/04 9,063 Mrd. 1,019 Mrd.
1/05 (*) 7,396 Mrd. 0,863 Mrd.
2/05 (*) 8,059 Mrd. 0,799 Mrd.
3/05 (*) 8,403 Mrd. 0,881 Mrd.
4/05 (*) 10,333 Mrd. 1,073 Mrd.
1/06 (*) 9,507 Mrd. 1,048 Mrd.
2/06 (*) 9,813 Mrd. 1,140 Mrd.

(*) Ausgewiesen nach seit dem 1. Januar 2005 gültigen neuen IFRS-Bilanzierungsregeln