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Nokia mit dickem Gewinnplus und leicht getrübten Aussichten

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Der finnische Mobilfunspezialist Nokia konnte im zweiten Quartal seinen Umsatz um 55 Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresquartal steigern, teilte Jorma Ollila, Vorstandsvorsitzender von Nokia, heute mit. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich gegenüber dem gleichen Berichtszeitraum des Vorjahres um 62 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. Der Nettogwinn erreichte ein Plus von 64 Prozent auf 951 Millionen Euro.

Der Absatz des Handy-Marktführers schoß bei den Mobiltelefonen um 67 Prozent in die Höhe – anders als beim Konkurrenten Ericsson, der gerade in diesem Bereich so seine Probleme hat. Für die folgenden Monate plant Nokia daher auch, weitere neue Handymodelle auf den Markt zu bringen, um seine Position bei den Mobiltelefonen noch weiter auszubauen. Das zweite große Standbein von Nokia, der Bereich Netzwerktechnologie, legte im zweiten Quartal um 38 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro gegenüber dem zweiten Quartal 1999 zu.

Für das dritte Quartal erwartet Nokia allerdings beim Gewinn pro Aktie in etwa nur das Niveau des dritten Vorjahresquartals, bedingt durch die Entwicklungskosten und die Kosten für die Markteinführung der neuen Handys sowie durch "saisonale Effekte", wie es bei Nokia hieß. Im vierten Quartal soll dann der Gewinn pro Aktie wieder auf dem Level des zweiten Quartals 2000 liegen. Die Börse strafte die Aktie aufgrund dieser Zukunftsaussichten mit Kursabschlägen von zeitweise über 20 Prozent ab. (mih)