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Nokia steigert Gewinn massiv

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Der finnische Konzern Nokia hat seine Gewinne 2007 massiv gesteigert und die Handy-Konkurrenten in allen Bereichen weit hinter sich gelassen. Wie das in Deutschland wegen der geplanten Schließung seines Bochumer Werkes scharf kritisierte Unternehmen heute in Helsinki mitteilte, stieg der Nettogewinn im vergangenen Jahr um 67 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro.

Im Schlussquartal 2007 betrug der Nettogewinn 1,8 Milliarden Euro, 44 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Nokia setzte 15,7 Milliarden Euro in den vergangenen drei Monaten um, das sind 34 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Allein im Geschäft mit Mobiltelefonen steigerte Nokia seinen Umsatz um 5 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Im Bereich Multimedia zog der Umsatz um 42 Prozent auf 3 Milliarden Euro an.

Nach Regionen aufgeschlüsselt erwirtschaftete Nokia in den vergangenen drei Monaten in Europa 39 Prozent seines Umsatzes, in Asien-Pazifik 20 Prozent, China 12 Prozent, Nordamerika 5 Prozent, Lateinamerika 8 und im Nahen Osten/Afrika 15 Prozent. Die zehn umsatzstärksten Märkte sind in absteigender Reihenfolge China, Indien, Deutschland, Großbritannien, USA, Russland, Spanien, Italien, Indonesien und Brasilien, in denen Nokia zusammengenommen 50 Prozent des Jahresumsatzes erzielte.

Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo sieht das vergangene Quartal als außerordentlich an. In dem Zeitraum habe sein Unternehmen bei Mobiltelefonen seinen Marktanteil auf 40 Prozent ausbauen können. Im November 2007 kam Nokia nach Zahlen von Gartner auf gut 38 Prozent. Für das laufende erste Quartal erwartet das finnische Unternehmen, dass es seinen Marktanteil halten wird, im gesamten Jahr soll er vergrößert werden. Kurz vor der Bilanzveröffentlichung hatte Kallasvuo die Stilllegung des Bochumer Werkes als unumstößlich verteidigt und die "nicht optimale" Vermittlung der Entscheidung bedauert.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Nokia in Euro

Quartal Umsatz Nettogewinn
1/00 6,5 Mrd. 0,91 Mrd.
2/00 7 Mrd. 0,98 Mrd.
3/00 7,58 Mrd. 0,92 Mrd.
4/00 9,28 Mrd. 1,21 Mrd.
1/01 8 Mrd. 1,05 Mrd.
2/01 7,35 Mrd. 0,83 Mrd.
3/01 7 Mrd. 0,76 Mrd.
4/01 8,79 Mrd. 1,15 Mrd.
1/02 7 Mrd. 0,92 Mrd.
2/02 6,94 Mrd. 0,90 Mrd.
3/02 7,2 Mrd. 0,88 Mrd.
4/02 8,8 Mrd. 1,24 Mrd.
1/03 6,7 Mrd. 0,97 Mrd.
2/03 7,02 Mrd. 0,66 Mrd.
3/03 6,9 Mrd. 0,86 Mrd.
4/03 8,79 Mrd. 1,17 Mrd.
1/04 6,63 Mrd. 0,82 Mrd.
2/04 6,64 Mrd. 0,71 Mrd.
3/04 6,94 Mrd. 0,66 Mrd.
4/04 9,063 Mrd. 1,019 Mrd.
1/05 (*) 7,396 Mrd. 0,863 Mrd.
2/05 (*) 8,059 Mrd. 0,799 Mrd.
3/05 (*) 8,403 Mrd. 0,881 Mrd.
4/05 (*) 10,333 Mrd. 1,073 Mrd.
1/06 (*) 9,507 Mrd. 1,048 Mrd.
2/06 (*) 9,813 Mrd. 1,140 Mrd.
3/06 (*) 10,100 Mrd. 0,845 Mrd.
4/06 (*) 11,701 Mrd. 1,273 Mrd.
1/07 (*) 9,856 Mrd. 0,979 Mrd.
2/07 (*) 12,587 Mrd. 2,828 Mrd.
3/07 (*) 12,898 Mrd. 1,563 Mrd.
4/07 (*) 15,717 Mrd. 1,835 Mrd.

(*) ausgewiesen nach seit dem 1. Januar 2005 gültigen neuen IFRS-Bilanzierungsregeln