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Nokia trotz Gewinnrückgang voller Zuversicht

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Der finnische Konzern Nokia, Weltmarktführer bei Handys, musste im dritten Quartal des laufenden Jahres wie so viele andere Unternehmen auch mit einem Gewinnrückgang leben – im Unterschied zu einigen anderen Firmen der Telekommunikationsbranche stehen aber noch lange keine Verluste ins Haus. Der Nettogewinn ist aber im Jahresvergleich um rund 18 Prozent auf 760 Millionen Euro gefallen. Das Ergebnis von 16 Cents je Aktie liegt jedoch am oberen Ende der Erwartungen des Unternehmens. Der operative Gewinn von Nokia lag bei 1,071 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern bei 1,068 Milliarden Euro.

Der Umsatz fiel um sieben Prozent auf 7,05 Milliarden Euro. Besonders stark betroffen war davon die Sparte Nokia Networks, die Infrastruktur für Telecom-Firmen liefert. In diesem Bereich ging der Nokia-Umsatz um 14 Prozent zurück, während die Handy-Sparte nur 3 Prozent Umsatz einbüßte. Der Gewinn von Nokias Netzwerken sank sogar um 57 Prozent, während der Gewinn der Handy-Abteilung um 6 Prozent sank – immerhin konnte Nokia mit Handys noch einen operativen Gewinn von knapp über einer Milliarde Euro einfahren.

Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen jedoch wieder einen höheren Gewinn von 0,18 bis 0,20 Cents je Aktie. Auch der Handy-Absatz soll nach Ansicht der Finnen wieder deutlich anziehen: Einen Zuwachs von 25 Prozent im Vergleich zu den drei Monaten davor hält Nokia durchaus für möglich. Nokias Chef Jorma Ollila konnte sich vor Begeisterung über das Ergebnis kaum halten, denn der Konzern habe weit mehr geschafft als nur die Stürme der vergangenen Monate zu überstehen: "Wir waren sehr erfolgreich, eine solide Profitabilität zu sichern." Die Begeisterung scheinen auch die Investoren zu teilen: In Frankfurt stieg der Kurs der Nokia-Aktie bis zum Mittag um über 7,5 Prozent auf 22,54 Euro. (jk)