Menü

Nokia will nach Übernahme von Alcatel-Lucent noch mehr sparen

Im vergangenen Quartal blieb der fusionierte Konzern tief in der Verlustzone. Die Integration von Alcatel-Lucent komme aber gut voran, sagte der Nokia-Chef.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 22 Beiträge

Nokia-Zentrale in Espoo

(Bild: Nokia)

Von

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat das Sparziel infolge der milliardenschweren Übernahme von Alcatel-Lucent erhöht. Die jährliche Kostenbasis soll jetzt um 1,2 Milliarden Euro gedrückt werden, teilte das finnische Unternehmen am Donnerstag in Espoo mit. Bisher hatte der Konzern 900 Millionen Euro angepeilt. Da die Integration von Alcatel-Lucent gut vorankomme, sei jetzt besser absehbar, wie hoch die tatsächlichen Einsparmöglichkeiten sind, schrieb Nokia-Chef Rajeev Suri in einem Brief an die Aktionäre.

Nokia will bis zu 15.000 der rund 104.000 Stellen streichen. Die Kostensenkungen sind auch dringend nötig, da das Geschäft unter anderem wegen der starken Konkurrenz durch Ericsson und Huawei nach wie vor schlecht läuft. Außerdem haben geringere Investitionen von Telecomkonzernen in ihre Netzwerke Spuren in der Nokia-Bilanz hinterlassen. So sind die Umsätze im zweiten Quartal stärker zurückgegangen als Experten erwartet hatten.

Die Erlöse seien um elf Prozent auf 5,68 Milliarden Euro gesunken. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn brach um 49 Prozent auf 332 Millionen Euro ein. Unter dem Strich blieb der fusionierte Konzern tief in der Verlustzone. (anw)