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Nominierungen für die diesjährigen Grimme Online Awards stehen fest

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Das Adolf-Grimme-Institut hat am heutigen Donnerstag in Düsseldorf die Nominierungen für die diesjährigen Grimme Online Awards bekannt gegeben. Mit den seit 2001 vergebenen Auszeichnungen würdigt das Institut besondere publizistische Qualität im Internet. Eine aus Journalisten, Wissenschaftlern und Mediengestaltern bestehende siebenköpfige Jury wählte aus rund 1900 eingereichten Vorschlägen 17 Internet-Angebote aus, die nun die Chance haben, zu einem der Sieger der 8. Grimme Online Awards gekürt zu werden.

In der Kategorie "Information" erreichten vier Online-Angebote die Endrunde. Geo.de ist mit einer Multimedia-Reportage über die Inselwelt von Raja Ampat ebenso vertreten wie das Portal graumarktinfo.de von Börse-Online, das über negativ aufgefallene Anlageanbieter informiert. Das Weblog netzpolitik.org widmet sich in Nachrichten und Kommentaren Themen des digitalen Zeitalters wie Datenschutz und Bürgerfreiheit, Störungsmelder von Zeit Online ist ein Internet-Projekt gegen Rechtsextremismus.

Chancen auf den Sieg in der Kategorie "Wissen und Bildung" haben noch sechs Websites: das Zeitgeschichte(n)-Portal einestages von Spiegel Online, die kids-hotline des Münchner Kinderschutz-Vereins, der Kinder-Reiseführer des Südwest-Rundfunks, die Webseite zur Jugendsendung neuneinhalb des Westdeutschen Rundfunks, das Religionsportal Weltreligionen (ebenfalls WDR), sowie das Portal zeitzeugengeschichte.de, auf dem Audio- und Videobeiträge von Zeitzeugen des Nationalsozialismus abrufbar sind.

Grimme-Preisträger in der Kategorie "Kultur und Unterhaltung" kann unter anderem noch der Reading Room der Frankfurter Allgemeinen Zeitung werden, wo Bücher im Stile eines Fortsetzungsromans veröffentlicht werden. Bei Literaturport dreht sich alles um Literatur der Region Berlin/Brandenburg. Das Web-TV-Portal Roots&Routes widmet sich dem kulturellen Austausch von Jugendlichen in Europa, bei undertube.tv steht Musik der deutschen Indie-Szene im Vordergrund.

In der Kategorie "Spezial", die Angebote umfasst, "die den ersten drei Kategorien nicht zuzuordnen sind", kämpfen noch drei Projekte um die Gunst der Juroren: das Unterhaltungsportal Hobnox, auf dem Konzerte, Interviews, Serien, Reportagen, Nachrichten und Informationen in verschiedenen Videochannels angeboten werden, die ALS-Website von Sandra Schadek, auf der sie über den Verlauf ihrer Krankheit (Amyotrophe Lateralsklerose, ALS) berichtet, sowie die ZDFmediathek, das erste Video-on-Demand-Portal der Öffentlich-Rechtlichen.

Zusätzlich können Internetnutzer in diesem Jahr wieder online über ihren Favoriten aus dem Kreis der Nominierten abstimmen und damit den Gewinner des Publikumspreises küren. Die Preisverleihung findet am 11. Juni im Rahmen des medienforum.nrw in Köln statt. Das Adolf Grimme Institut, das sich unter anderem die Förderung von Qualität im Fernsehen auf die Fahnen geschrieben hat, zählt sich nach eigenen Angaben zum "kleinen Kreis renommierter Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen in Europa, die sich mit Fragen der Medienpolitik und Kommunikationskultur befassen". (pmz)