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Nordirische Polizei kauft Drohnen für G8-Gipfel

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Die nordirische Polizei hat laut einem Bericht der BBC grünes Licht bekommen, drei Drohnen für die Absicherung des kommenden G8-Gipfels in Fermanagh zu beschaffen. Die Kosten werden mit einer Million Pfund (1,17 Millionen Euro) veranschlagt. Die nordirische Polizei besitzt bereits zwei Drohnen, die bisher für Übersichtsaufnahmen von Unfällen und Tatorten eingesetzt werden.

Alle zum G8-Gipfel am 17. und 18. Juni verfügbaren Drohnen sollen Fotos und Wärmebilder des schwierig zu überschauenden Geländes liefern und den Polizeikräften ein detailliertes Lagebild verschaffen. Insgesamt 8000 Polizisten sollen eingesetzt werden, unter ihnen 3500 Einsatzkräfte vom britischen Mutterland.

Das nordirische Fermanagh soll nach den Einsatzplänen ähnlich abgeschottet werden wie der G8-Gipfel in Heiligendamm im Jahre 2007. Damals war die Drohnentechnik noch nicht einsatzreif, weswegen Tornado-Aufklärer der Bundeswehr die Luftbeobachtung übernahmen. Die in Nordirland eingesetzten Drohnen sollen laut BBC auch dann noch starten können, wenn das Wetter den Einsatz von Flugzeugen oder Hubschraubern unmöglich macht.

Ein Jahr nach der Anschaffung der Drohnen will die nordirische Polizei einen Gutachter mit der Frage betrauen, ob sich der Einsatz unter Extrembedingungen wie dem G8-Gipfel sowie unter Alltagsbedingungen rechnet und die Polizeiarbeit verbessert. Zum G8-Gipfel will die Polizei die Bevölkerung mit einer Informationskampagne über die Systeme aufklären. Das Vertrauen in die Technik und das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei sei verstärkt durch öffentliche Informationen herzustellen, heißt es in dem Bericht der britischen Kommission zur inneren Sicherheit, die die Anschaffung der Drohnen genehmigen musste.

In der britischen Öffentlichkeit zirkuliert derweil ein Video über einen spektakulären Drohnenunfall. Der Kameramann beziehungsweise Drohnenoperator einer Fernsehproduktion entschloss sich, die über einer jubelnden Menschenmenge ins Trudeln geratene Drohne in die Themse abstürzen zu lassen. Die Kamera mit Aufnahmen des Jubels musste anschließend von einem Taucher geborgen werden. (anw)