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Nordkorea blockiert angeblich Instagram

Zwar ist Nordkorea eines der am stärksten abgeschotteten Länder, aber in jüngster Zeit gab es trotzdem ein paar Einblicke. Ausländer nutzten ihre Freiheiten, um ihre Eindrücke mit der Welt zu teilen. Zumindest über Instagram geht das vorerst nicht mehr.

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Instagram Bilder aus Nordkorea

Nordkorea-Bilder auf Instagram

(Bild: Screenshot)

Nordkorea blockiert nun den Zugang zu dem Fotonetzwerk Instagram. Das berichtet der Guardian und verweist auf Warnhinweise, die Nutzer in Nordkorea erhalten, wenn sie die App öffnen. Als Anlass für die Sperrung vermutet die britische Zeitung einen Brand im wichtigsten Hotel des Landes am 11. Juni. Fotos des Unglücks drangen über soziale Netzwerke nach außen, während staatliche Medien nicht berichtet haben sollen. Nordkoreas Reiseveranstalter für Ausländer, Koryo Tours, erklärte auf Twitter, dass man die Berichte noch nicht bestätigen könne, da man gegenwärtig nicht vor Ort sei.

Aus dem völlig abgeschotteten Land waren in jüngster Zeit vermehrt Bilder und Berichte nach außen gedrungen. Ausländische Besucher nutzen verstärkt soziale Netzwerke, um Einblicke in den nordkoreanischen Alltag zu geben. Dabei greifen sie auf den Internetzugang zurück, der ihnen zur Verfügung steht, den allermeisten Einheimischen aber verwehrt ist. Drew Kelly etwa arbeitet an der Universität von Pjöngjang und war einer der ersten, die aus dem Land heraus Instagram benutzte. AP-Fotograf David Guttenfelder wurde für seine Instagram-Fotos aus Nordkorea sogar vom Time Magazine geehrt. (mho)