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Nortel-Pleite: Milliarden für Ex-Manager und Insolvenzverwalter

Die Abwicklung des 2009 pleite gegangenen Telecom-Ausrüsters Nortel verschlingt Unsummen. Manager und Insolvenzverwalter verdienen prächtig. Das geht zu Lasten der geschädigten Mitarbeiter, Rentner und Lieferanten. Sie warten weiter auf ihr Geld.

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Vor mehr als sieben Jahren hat der kanadische Telekommunikationsriese Nortel Insolvenz angemeldet und damit eine scheinbar endlose Geschichte eingeleitet. An der seitdem laufenden Insolvenzverwaltung verdienen Manager, Finanzdienstleister und die Abwickler Milliarden, während die geschädigten Mitarbeiter und Rentner weiter auf ihr Geld warten, berichtet c't. Demnach ist es bereits absehbar, dass die Nortel-Pleite die teuerste der Geschichte werden wird und die von Lehman-Brothers (2,2 Milliarden US-Dollar) überholen wird.

Angesichts eines Barvermögens von 2,4 Milliarden US-Dollar wenige Tage vor dem Insolvenzantrag sei aber noch nicht einmal klar, ob das Unternehmen, einst einer der wetlweit größten Telekommunikationsausrüster, überhaupt pleite war. Das Unternehmen hatte den Gläubigerschutz ausgelöst, ohne vorher etwa versucht zu haben, Anteile zu verkaufen. Allein die Insolvenzverkäufe hätten mehr als neun Milliarden US-Dollar eingebracht. Solange aber die zentralen Verfahren nicht abgeschlossen sind, fließt lediglich Geld an die Insolvenzverwalter und als Boni weiter an Nortel-Manager. Ein Ende sei nicht in Sicht.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel mit den Hintergründen online bei c't:

(mho)

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