Nortel speckt Erwartungen ab und entlässt

Der Telecom-Ausrüster erwartet für das vierte Quartal nun 300 Millionen US-Dollar weniger Umsatz, peilt dennoch die Gewinnzone an.

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"Nortel kommt nicht aus der Krise", "Nortel sinkt tiefer in die roten Zahlen", "Nortel streicht weitere 20.000 Stellen" -- die miserablen Schlagzeilen über den Telecom-Ausrüster wollten in den vergangenen Monaten nicht abreißen. Es verwundert daher nicht, dass Nortel seine Erwartungen für die kommenden Quartale herabschraubt. Statt eines Mindest-Umsatzes von 3,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal sollen es nun nur noch 3,2 Milliarden US-Dollar sein, heißt es in einer Mitteilung.

Im laufenden Quartal soll der Umsatz gegenüber dem vergangenen Quartal erst einmal um bis zu 5 Prozent schrumpfen und rund 2,75 Milliarden US-Dollar betragen. Damit trotz abgespeckter Umsatzerwartungen die Gewinnzone wieder in Reichweite kommt, will Nortel seinen Bereich optische Netzwerke reorganisieren. Auf diesem Markt erwartet das Unternehmen vor 2003, spätestens 2004, keine Besserung. Daher werden bis zum Ende des dritten Quartal in diesem Geschäftsfeld wohl 3500 Stellen gestrichen.

Im vergangenen Jahr hat Nortel 53 Prozent seiner ursprünglich 94.500 Mitarbeiter entlassen. Die neuen Restrukturierungspläne sehen vor, dass von den derzeit 44.000 Arbeitsplätzen noch 42.000 übrig bleiben sollen. (anw)