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Norwegen setzt für öffentliche Kommunikation auf Open Document Format

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Ab 2009 will die norwegische Regierung alle Informationen auf ihren Websites in den Standardformaten HTML, PDF und ODF (Open Document Format) bereitstellen. Hinter der Entscheidung für offene Standards steht die Aussage, dass öffentliche Informationen für alle Bürger gleichermaßen zugänglich sein müssen.

Konkret bedeutet die Regelung, dass HTML das Format der Wahl für die Veröffentlichung von Informationen im Internet ist. Für Dokumente, deren Aussehen unverändert bleiben soll, wie zum Beispiel Formulare, setzt Norwegen auf das PDF-Format (PDF 1.4 oder neuer, beziehungsweise PDF/A ISO 19005-1). Für Texte, die dem Anwender eine Bearbeitung erlauben sollen, schreibt man den ISO-Standard ODF (ISO/IEC 26300) verbindlich vor. Die Entscheidung für das Open Document Format kommt nicht überraschend: Das norwegische Komitee für Standards hat sich im September in erster Instanz gegen Microsofts OpenXML als ISO-Standard ausgesprochen.

Der Beschluss, der ab dem 1. Januar 2009 in Kraft treten soll, gilt für alle staatlichen Behörden. Eine ähnliche Regelung für Kommunalverwaltungen ist in Arbeit. Die Entscheidung bedeutet nicht, dass es verboten wäre, zusätzlich andere Dokumentformate einzusetzen – sofern die Informationen ebenfalls in ODF oder PDF zugänglich sind. Die norwegische Regierung sieht den Beschluss als ersten Schritt in Richtung eines offenen Dokumentenaustauschs. (akl)

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