Notebook-Grafikchips: Nvidia spendiert GeForce MX350 schnellere GPU

Nvidias GeForce MX350 und GeForce MX330 sind für schlanke Notebooks gedacht, bei denen die Leistung der integrierten (Intel-)GPUs nicht ausreicht.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 12 Beiträge

(Bild: Nvidia)

Von

Nvidia legt zwei Grafikchips für Notebooks neu auf. Die GeForce MX350 löst die bisherige GeForce MX250 ab und bietet dank stärkerer GP107- statt GP108-GPU mehr Grafikleistung. Die GeForce MX330 stellt dagegen eine Neuauflage der GeForce MX250 mit minimal höherer Taktfrequenz dar. Beide 300er-Modelle gehören zur Pascal-Generation, die bei Desktop-PCs als GTX-1000-Reihe bekannt ist.

Ohne viel Trubel hat Nvidia die Produktseiten zur GeForce MX350 und GeForce MX330 online gestellt, ohne die Spezifikationen zu verraten. Datenblätter bietet dafür die oft gut informierte Webseite Notebookcheck, laut der die GeForce MX350 eng mit der GeForce GTX 1050 aus dem Jahr 2016 verwandt ist: Beide bieten demnach 640 Shader-Rechenkerne und eine Boost-Taktfrequenz von knapp 1500 MHz, gepaart mit 2 GByte GDDR5-Speicher. Bei der GeForce MX350 halbiert Nvidia jedoch die Datenleitungen zwischen GP107-Grafikchip und GDDR5-RAM, sodass die Speicherübertragungsrate von 112 auf 56 GByte/s sinkt. Zudem muss die GeForce MX350 mit einer Thermal Design Power (TDP) von 25 Watt auskommen (GTX 1050 in Notebooks: 50 Watt).

In den Grafik-Benchmarks 3DMark Time Spy und Fire Strike kann sich die GeForce MX350 wegen ihrer Limitierungen laut Notebookcheck nur um circa 15 Prozent von der GeForce MX250 absetzen – trotz 55 Prozent höherer Rechenleistung. Benchmarks der chinesischen Webseite Expreview legen nahe, dass der Abstand zwischen GeForce MX350 und GeForce MX250 in speicherlastigen Spielen geringer ausfällt: Im Action-Adventure GTA 5 kann sich das 300er-Modell gerade einmal um 7 Prozent absetzen.

Die GeForce MX330 nutzt derweil die gleiche GP108-GPU wie die GeForce MX250 mit 384 Shader-Rechenkernen. Die Boost-Taktfrequenz steigt von 1582 auf 1594 MHz und die 2 GByte GDDR5-Speicher arbeiten mit bis zu 3500 statt 3000 MHz. Damit kann sich die GeForce MX330 nicht spürbar von der GeForce MX250 absetzen, bietet aber deutlich mehr Grafikleistung als die bisherige GeForce MX230 (256 Shader, 1582 MHz Boost, 2 GByte GDDR5 mit 3000 MHz an 64 Bit).

Die GeForce MX350 und GeForce MX330 dürften in den kommenden Wochen in den ersten Notebooks auftauchen. Die Vorgänger aus der 200er-Serie verbauten Hersteller häufig in Einsteigermodellen und dünnen Ultrabooks mit Intel-Prozessoren. (mma)