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Notebook mit besonders brillantem und farbtreuem 18,4-Zoll-Display

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Bislang erreicht kein Notebook-Bildschirm die Farbbrillanz von externen Monitoren oder Flachbildfernsehern, was auch an den aus Stromspar- und Platzgründen schwächer ausgelegten Hintergrundbeleuchtungen liegt. Jetzt gibt Sony bekannt, erstmals ein RGB-LED-beleuchtetes Display in ein Notebook einzusetzen: Das Spitzenmodell AW11XU der neuen 18,4-Zoll-Serie VGN-AW bekommt die gleiche Hintergrundbeleuchtung aus roten, grünen und blauen Leuchtdioden, die auch in den Highend-TVs der X4500-Serie steckt. Sie soll für eine bei Notebooks beispiellose Farbechtheit und Brillanz sorgen und 100 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums darstellen. Passend für Fotografen liefert Sony Adobes Photoshop Elements 6 und Lightroom 2 mit, angereichert um Tools zur Farbkalibrierung. Auch an einen Slot für CompactFlash-Speicherkarten hat Sony gedacht.

Das Display im noch unüblichen 16:9-Format zeigt 1920 × 1080 Punkte. Anders als bisherige LED- oder Kaltkathoden-Hintergrundbeleuchtungen, die am Displayrand (meist am unteren, bei großen oder besonders hellen Displays zusätzlich am oberen) sitzen, sind die RGB-LEDs hinter dem LCD angebracht. Eine Backlight-LED beleuchtet mehrere zehntausend Bildpunkte, insgesamt dürfte Sony 30 bis 60 LEDs einsetzen. Ob sie wie beim X4500 getrennt steuerbar sind, sodass die Helligkeit zur Kontraststeigerung dem Bildinhalt angepasst werden kann, dazu äußerte sich Sony bislang nicht.

Sony VGN-AW: 18,4-Zöller mit Ziffernblock und satter Ausstattung

(Bild: Sony)

Prozessor und Chipsatz entstammen Intels Centrino-2-Plattform, maximal ist ein Core 2 Duo T9600 mit 2,8 GHz lieferbar – die QuadCore-Varianten funktionieren wohl nicht. Gleich drei Festplattenschächte hat Sony vorgesehen, im Spitzenmodell kommt die teure, aber schnelle Kombination aus zwei SSD-Platten mit je 64 GByte im RAID-Verbund und einer 500-GByte-SATA-Platte zum Einsatz. Für eine angemessene 3D-Beschleunigung sorgt der Nvidia-Grafikchip GeForce 9600M GT mit 512 MByte Grafikspeicher. Der DVD-Brenner beschreibt und liest auch Blu-ray-Medien. 3500 Euro will Sony für das Spitzenmodell haben.

Das mit 2000 Euro deutlich günstigere Modell AW11Z/B hat ein herkömmlich beleuchtetes Display, den T9400 (2,53 GHz) und zwei 320-GByte-Platten. Für 1500 Euro liefert Sony das AW11S/B mit Core 2 Duo P8400 (2,26 GHz) und einer 400 GByte großen Platte. Für das Einstiegsmodell AW11M/H ist noch kein Preis bekannt, es kommt mit langsamerem Grafikchip (GeForce 9300M GS), schlechterem Display (1680 × 945 Punkte, schwächere Hintergrundbeleuchtung) und 2,26-GHz-Prozessor, aber weiterhin Blu-ray-Brenner und 4 GByte Speicher.

Alle AW11-Modelle haben einen separaten Ziffernblock und eine umfangreiche Schnittstellenausstattung samt HDMI-Ausgang, ExpressCard/34-Schacht, SPDIF-Ausgang, drei USB-Buchsen, FireWire, LAN, Modem, Webcam, Bluetooth, WLAN und Speicherkartenleser (MemoryStick und SD/SDHC, AW11Z/B und AW11XU/Q zusätzlich CompactFlash). Zudem hebt Sony den kräftigen Sound der Lautsprecher hervor und legt eine Fernbedienung bei.

Eine besonders hohe Mobilität kann man natürlich nicht erwarten, mit 44 Zentimetern Breite, 29 Zentimeter Tiefe, vier Zentimetern Höhe und fast vier Kilogramm Gewicht eignet sich das AW11 nicht für den häufigen Transport. Angaben zur Laufzeit macht Sony gar nicht erst.

In der Pressemitteilung weist Sony explizit auf "ambitionierte Nutzer digitaler Spiegelreflexkameras" hin, was auch als Bestätigung verstanden werden kann, dass tatsächlich zur Photokina eine Spiegelreflex-Kamera mit dem hauseigenen Vollformatsensor erscheint, die schon auf einigen Internetseiten erwähnte Alpha 900 .

Auch andere Hersteller haben sich der Farbdarstellung angenommen. So haben Dell und HP Workstation-Notebooks mit besonders farbkräftigen Displays angekündigt, Lenovo will einen 17-Zöller mit Farbkalibrator bringen. (jow)