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Computex

Notebook mit zwei Displays

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In Deutschland kennt man Onkyo nur als Hersteller von Hifi- und Video-Geräten, aber der japanische Konzern stellt auch Notebooks her, verkauft die allerdings nur im Heimatland. Ende vorigen Jahres kam das DX1007A5 heraus, ein Subnotebook mit zwei 10-Zoll-Displays. Über den Sinn mag man streiten, zumal es mit 1,8 Kilogramm mehr wiegt als die meisten 13-Zöller, doch für einen kurzen Blick ist das am Microsoft-Stand ausgestellte Notebook allemal interessant genug.

In Bahn und Flugzeug dürfte das Ausfahren der beiden Displays nicht gerade für Begeisterung bei den Nachbarn sorgen.

Während des Transports sitzen die Panels hintereinander, sodass das Notebook einen ziemlich dicken Deckel hat. Wie bei einem Tablet PC kann man den Deckel drehen und mit dem Display nach außen zuklappen.

Aufgeklappt schiebt man die Panels seitlich heraus, bis beide nebeneinander liegen – jedenfalls fast: Der Rahmen des rechten Displays bleibt hinter dem linken liegen, sodass das rechte etwa einen Zentimeter weiter weg vom Anwender sitzt als das linke. Wie beim Sony P und Archos 9 ist in den rechten Displayrahmen ein optischer Trackpoint eingebaut, in den linken die Maustasten.

Die Mechanik wirkt nicht sehr robust, beim ausgestellten Modell ließen sich die Displays schon nicht mehr ganz einfahren. Die Panels zeigen für einen 10-Zöller ganz schön enge 1366 × 768 Punkte. Das ergibt zusammen ungefähr so viele Pixel wie bei einem FullHD-Display. Die Panels sind als erweiterter Desktop konfiguriert, sodass Windows sie wie zwei getrennte Displays anspricht. Von einer Automatik, die das hintere Display beim Zusammenschieben abschaltet, war beim ausgestellten Modell nichts zu merken.

Die übrigen Hardware birgt wenig Überraschungen: AMD Neo MV-40 (1,6 GHz Einkern), 2 GByte Speicher, 320 GByte Festplatte, Windows 7 Home Premium. Dreieinhalb Stunden Laufzeit verspricht Onkyo, ohne aber zu sagen, ob mit einem oder beiden Displays. In Japan kostet das Notebook 84800 Yen, was ungefähr 750 Euro sind. (jow)