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Notebooks mit Santa-Rosa-Hardware

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Im Kielwasser von Intels Vorstellung der vierten Centrino-Plattform, die bis dato unter dem Codenamen "Santa Rosa" lief, haben etliche Notebookhersteller entsprechende Mobilrechner angekündigt. Die Plattform besteht aus einem auf FSB800 beschleunigten Core-2-Duo-Prozessor, dem Chipsatz 965PM oder 965GM (letzterer mit Chipsatzgrafik), dem WLAN-Modul 4965AGN mit Intels Interpretation des noch nicht finalisierten Funkstandards IEEE 802.11n sowie optional dem Festplattencache TurboMemory. Business-Geräte mit Management-Funktionen über die Ethernet- und WLAN-Schnittstellen tragen das Label Centrino Pro, der Rest läuft wie die dritte Plattformgeneration unter der Marke Centrino Duo.

Lenovo will noch in diesem Monat das ThinkPad T61 mit 14,1-Zoll-Breitbildschirm für 1960 Euro verkaufen, außer WLAN und Bluetooth steht auch Mobilfunkhardware zur Auswahl. Ein neuer Displaydeckel mit stabilen Metallwaben soll das Panel besser gegen Krafteinwirkungen schützen; Lenovo verspricht zudem ein verbessertes Kühlsystem für einen leisen Betrieb. Für Endkunden hat Lenovo die neue Serie 3000 N200 im Angebot; die Preise beginnen bei 1340 Euro.

Sony nutzt Santa Rosa für seine neue FZ-Serie mit 15,4-Zoll-Bildschirm. Auf der Webseite findet man derzeit bereits das Modell FZ19VN. Weitere Ausstattungsvarianten sollen bis Juni folgen; im knapp 2000 Euro teuren Topmodell steckt dann sogar ein Blu-ray-Brenner.

MSI eröffnet seine Santa-Rosa-Produktpalette mit zwei 12,1-Geräten (Megabook PR200 zu 1200 bzw. 1300 Euro) sowie je einem 13,3- (Megabook PR300, 1300 Euro) und 14,1-Zöller (Megabook PR400, 1400 Euro); alle Modelle sollen bis Juni erhältlich sein. Die Subnotebooks mit 12,1-Zoll-Breitbildschirm steuern externe Bildschirme analog per VGA oder digital per HDMI an und bieten sowohl einen TPM-Chip als auch einen Fingerabdruckleser. HDMI sowie die Sicherheitsfeatures fehlen den beiden größeren Notebooks, zudem kommt darin nur das altbekannte WLAN-Modul 3945ABG ohne Draft-N-Unterstützung zum Einsatz. Der Festplattencache TurboMemory steckt hingegen in allen vier Geräten.

Asus stattet seine drei Neuvorstellungen mit Intels WLAN-Chip 4965AGN und Nvidias Grafikchip GeForce 8400M G aus – auch in etlichen anderen Notebooks mit 965PM-Chipsatz kommen Grafikprozessoren der neuen GeForce-8M-Familie zum Einsatz. Der 14,1-Zöller A8SC kostet wie das 15,4-Zoll-Gerät F3SC 1250 Euro; die Multimedia-Maschine A7S mit großem 17,1-Zoll-Bildschirm und Hybrid-TV-Tuner geht für 1800 Euro über den Ladentisch.

Dell legt seine Business-Notebooks neu auf. Sowohl im Latitude D630 (14,1 Zoll, ab 1248 Euro plus Versand) als auch im Latitude D830 (15,4 Zoll, ab 1308 Euro plus Versand) stecken Prozessoren und Chipsätze aus Intels Centrino-Plattform. Der Kunde hat bei zahlreichen Komponenten ein Mitspracherecht: Bei WLAN kann er beispielsweise zwischen Intels 3945ABG, Intels 4965AGN oder Dells Wireless Card 1505 wählen. TurboMemory, eine Hybridfestplatte und ein interner Mobilfunkadapter sind optional erhältlich. Zu den zwei genannten Geräten sollen sich in Kürze noch das Latitude D430 (12,1 Zoll) sowie die mobile Workstation Precision M4300 gesellen; das Latitude D630c mit Centrino-Pro-Funktionen kommt erst im Herbst.

Acer verbaut nicht nur in den Notebooks neue Komponenten; etliche neue Serien kommen im Gemstone-Design daher. Im Aspire 5920 steckt ein HD-DVD-Laufwerk; der verwendete GeForce 8600M-GT-Chip gibt HD-Videos nicht nur auf dem 15,4-Zoll-Bildschirm aus, sondern auch per HDMI. Das Aspire 5720 mit der gleichen Bildschirmgröße nutzt Intels Chipsatzgrafik X3100 und das ältere WLAN-Modul 3945ABG. Im 17,1-Zöller Aspire 7720 werkelt je nach Modell Intels X3100 oder ein nicht näher genannter Grafikchip von ATI; einige Modelle empfangen serienmäßig DVB-T. Das Aspire 9920 mit 20,1-Zoll-Bildschirm geht kaum noch als Mobilrechner durch; das große Gehäuse bietet genug Platz für zwei Festplatten.

Auch Acers Business-Serien bekommen Zuwachs. Im TravelMate 6592 kümmert sich ATIs Mobility Radeon X2400 um die Grafikausgabe auf einem 15- oder 15,4-Zoll-Bildschirm. Kleiner sind das TravelMate 6492 (14,1 Zoll) und TravelMate 6292 (12,1 Zoll); alle drei passen auf die modellübergreifenden Docking-Stationen. Das TravelMate 5720 und das TravelMate 7720 gibt es nur mit Intels WLAN-Modul 3945ABG. In den offiziellen Preislisten tauchen die neuen Aspire- und TravelMate-Serien noch nicht auf.

Toshiba erweitert die Serie Satellite A200 um drei Geräte mit Santa-Rosa-Innenleben für 1200 bis 1300 Euro; dazu gesellt sich das Satellite Pro A200 mit 15,4-Zoll-Breitbildschirm, X3100-Grafik und Draft-N-WLAN für 1100 Euro. Das Tecra A9 mit 15,4-Zoll-Bildschirm gibt es in sechs Ausstattungsvarianten zwischen 1300 und 1800 Euro; in vier steckt ein höherauflösendes WSXGA+-Panel. Das Tecra M9 mit 14,1-Zoll-Bildschirm kostet 1500 Euro.

HP nutzt die neue Centrino-Technik im Consumer-Notebook Pavillion dv6500, das ab Juli in mehreren Ausstattungsvarianten ab 800 Euro erhältlich sein soll. Einige Modelle sollen einen DVB-T-Empfänger bieten. Laut HP ab sofort erhältlich sind die Business-Geräte Compaq 6510b (ab 1050 Euro) und Compaq 6710b (ab 1100 Euro). Ende Mai soll das Compaq 6910p (vorraussichtlich ab 1500 Euro) folgen. Für Juli werden das Compaq 8510w, das Compaq 8710p und das Compaq 8710w erwartet, im August das Compaq 8510p. Für die Modelle Compaq 2510p und Compaq 2710p (Tablet PC in Convertible-Bauweise) gibt HP nur den ungefähren Zeitraum "Sommer 2007" an. Einige Modelle unterstützen die Management-Funktionen und tragen das Centrino-Pro-Label.

Fujitsu Siemens rüstet seine Notebook-Serien Amilo (Consumer), Lifebook (Business) und Celsius (mobile Workstation) ebenfalls auf Santa Rosa um. In diesem Monat will das Unternehmen aber nur das Amilo Pi 2515 ausliefern. Im Juni folgen das Lifebook E8310, das Celsius H250 und das Amilo Pi 2530, im Juli das Lifebook E8410, das Lifebook S6410 (voraussichtlich 2000 Euro), das Lifebook T4220 (Tablet PC in Convertible-Bauweise) und das Amilo Xi 2528. Das Amilo Xi 2428 soll im August auf den Markt kommen.

Diese Liste an Santa-Rosa-Notebooks erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; in den nächsten Wochen dürften auch kleinere Notebookhersteller ihre Produkte mit der neuen Intel-Plattform auf den Markt bringen. (mue)