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Notebooks verhelfen Apple zu Gewinnen

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Geschafft: Nach zwei Quartalen mit Nettoverlusten geht ein vorsichtiges Aufatmen durch die Apple-Zentrale in Cupertino, ist doch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs wieder ein -- wenn auch wie angekündigt kleiner -- Gewinn angefallen. Man lag sogar über den Erwartungen der Analysten, die von 2 US-Cent pro Aktie ausgegangen waren; nun berichtet Apple von einem Netto-Gewinn von 14 Millionen US-Dollar oder 4 US-Cent pro Aktie. Das sind allerdings 65 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahrs, zudem gab es einen operativen Verlust von 4 Millionen US-Dollar vor allem wegen gestiegener Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für Verwaltung und Marketing. Apple freut sich aber, wieder einen Nettogewinn vorweisen zu können und geht davon aus, dass auch im laufenden Quartal bei ungefähr gleich bleibendem Umsatz wieder ein kleiner Gewinn anfällt.

Der Umsatz allerdings glänzt nicht besonders, da er um 1,3 Prozent auf 1,48 Milliarden US-Dollar zurückging -- damit lag Apple aber ebenfalls etwas besser als die Prognosen. Hauptursache für den Rückgang: Die Auslieferungen an Macintosh-Rechnern fielen von 813.000 Stück im zweiten Quartal des Vorjahres auf 711.000 Geräte im jetzt abgelaufenen Quartal. Dabei konnten vor allem die neuen Notebooks den Rückgang beim Rechner-Verkauf sogar noch teilweise ausgleichen: Immerhin 40 Prozent aller ausgelieferten Macs waren in diesem Quartal Notebooks, der höchste Prozentsatz, den die Firma jemals verzeichnete. Dafür gingen beispielsweise die verkauften Stückzahlen von iMacs im Jahresvergleich um 31 Prozent zurück. Offensichtlich wäre -- ähnlich wie bei den erfolgreichen Powerbooks -- eine Erneuerung der Produktlinie für die weiteren Geschäfte von Apple hilfreich. Die ausgelieferte Stückzahl der G4-PowerMacs dagegen blieb ungefähr gleich, sie gingen gerade einmal um 1 Prozent zurück bei unveränderten Umsatzzahlen.

Von Universal Music war während der Vorstellung der Bilanzzahlen nichts mehr zu hören: Den Apple-Managern mögen zwar die Ohren geklingelt haben, aber weniger wegen der Songs der Universal-Stars. Schon vor der Vorstellung der Bilanzzahlen hatte Apple offiziell mitgeteilt, dass man keine Anstrengungen unternommen habe, die Universal Music Group oder ein anderes Musikunternehmen zu übernehmen. Dafür scheinen anfängliche Querelen mit einigen Resellern wie Dell oder Fry's nun beseitigt, die sich anfangs über neue Verträge beschwerten. Sie haben wohl alle wieder unterzeichnet, sodass Apple hier keine weiteren Geschäfte wegbrechen -- zumindest nicht wegen Vertragsquerelen.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Apple in US-Dollar
(Das Geschäftsjahr beginnt jeweils zum Oktober.)

Quartal Umsatz Nettogewinn/
-verlust
1/00 2.340 Mio. 183 Mio.
2/00 1.940 Mio. 233 Mio.
3/00 1.820 Mio. 203 Mio.
4/00 1.870 Mio. 170 Mio.
1/01 1.000 Mio. -195 Mio.
2/01 1.430 Mio. 40 Mio.
3/01 1.480 Mio. 61 Mio.
4/01 1.450 Mio. 66 Mio.
1/02 1.380 Mio. 38 Mio.
2/02 1.500 Mio. 40 Mio.
3/02 1.430 Mio. 32 Mio.
4/02 1.440 Mio. -45 Mio.
1/03 1.470 Mio. -8 Mio.
2/03 1.475 Mio. 14 Mio.