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Notrufgerät mit Satellitenunterstützung

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Leandra Vicci ist die Leiterin des "Department of Computer Science" an der University of North Carolina in Chapel Hill und Erfinderin eines neuen Gerätes, dass es Bedrohten ermöglicht, nicht nur unverzüglich die Polizei zu rufen, sondern zugleich automatisch mitzuteilen, wo sie sich befinden. Das US-Patentamt hat vor wenigen Tagen die Urkunde zum Schutz dieser Neuentwicklung, des "automatischen Notfall- und Positions-Indikators", ausgestellt.

"Da ist GPS für die Positionsbestimmung, das Handy für die Kommunikation und GIS für die Übersetzung, dazu ein Mikrofon, um zu hören was los ist, und ein Mikroprozessor, der das alles zum Laufen bringt", erklärt Leandra Vicci. Die Umsetzung dieser Erkenntnisse ist die Vereinigung eines GPS-Empfängers mit einem Mikroprozessor und Handy-Chips, die eine Funkverbindung zu einem Geographischen-Informations-System-Server herstellen. Letzterer übersetzt die Koordinaten in präzise Ortsangaben und kann dann sofort die Notrufzentrale oder einen lokalen Polizeiposten vollautomatisch benachrichtigen. Ein Mikrofon schaltet sich automatisch ein und übermittelt der Polizei, was los ist.

Der frisch patentierte "automatische Notfall- und Positions-Indikator" ist im Stadium der Planung, noch gibt es kein zusammengebautes Modell des Gerätes. Leandra Vicci hofft eine Firma zu finden, die den Prototypen baut und das Gerät serienreif macht. Sie stellt sich ihren Indikator in Form einer Art Halsband oder eines Gurtes vor, sodass jemand, der bedroht wird, nur kräftig daran ziehen müsste, um das Gerät den Alarm senden zu lassen. Der Angreifer würde nicht mal bemerken, dass bereits Alarm ausgelöst und die Polizei unterwegs ist. Das Notrufgerät wird wesentlich kleiner als ein Handy sein, denn die benötigten Chips nehmen kaum Platz in Anspruch, meint Vicci.

Mehr dazu im Artikel Notrufgerät mit Satellitenunterstützung in den USA patentiert in Telepolis. (jk)