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Novell kauft Open-Source-Anbieter Ximian

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Novell hat am heutigen Montag den Kauf des US-amerikanischen Software-Herstellers Ximian bekannt gegeben. Ximian bietet Open-Source-Produkte wie die speziell für Desktop-PCs gedachte Linux-Distribution Ximian Desktop oder die Groupware-Anwendung Evolution an. Die Red-Carpet-Lösungen von Ximian zur Software-Verteilung und zum Server-Management sollen künftig in Novells ZENworks eingehen. Mit dem Linux-Know-how von Ximian will Novell-Chef Jack Messman zudem Novells Engagement in der Open-Source-Gemeinde intensivieren, etwa beim Mono-Projekt, in dessen Rahmen eine Linux-Version der .NET-Entwicklungsplattform von Microsoft entstehen soll.

Für Messman ist die Akquisition ein logischer Schritt in der jüngst verkündeten Open-Source-Strategie: "Linux ist die sich am schnellsten verbreitende Plattform, weil sie Kunden dabei hilft, ihre Ziele effektiv umzusetzen -- sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Leistung." Dennoch sind nach den Worten Messmans noch zwei wichtige Probleme ungelöst, nämlich wie man Linux-Systeme kostengünstig pflegt und wartet, und wie man Linux-Desktops flächendeckend einführen kann. Novell kenne sich bestens bei Pflege, Wartung und und Installation aus, Ximian wiederum mit Linux. Dass die Produkte von Novell und das Know-how von Ximian sich gut ergänzen, findet auch Ximian-Chef David Patrick: "Gemeinsam werden wir den Nutzen für unsere Kunden unglaublich steigern können." Über die finanziellen Details des Deals wurde noch nichts bekannt.

Novell hatte im Rahmen seiner Open-Source-Ausrichtung verkündet, beispielsweise die Version 7 von NetWare auch in einer Version auf Basis eines Linux-Kernels herauszubringen; bereits Version 6.5 soll aber bereits Open-Source-Lösungen integrieren. Außerdem will Novell in der Zwischenzeit verschiedene Netzwerkdienste in einer Linux-Version herausbringen. (ola)