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Novell stellt Groupwise 7 vor

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Anlässlich der Kickoff-Veranstaltung der neuen Benutzervereinigung GroupWise&Friends stellte Nat Friedman, Mitbegründer von Ximian und heute bei Novell als Vice President für die Entwicklung aller Teamwork-Produkte zuständig, die neue GroupWise-Version 7 (Codename "Sequoia") vor. Sie enthält neben zahlreichen Detailverbesserungen eine SOAP-Schnittstelle sowie einen MAPI-Provider für Microsoft Outlook. Damit können Anwender von Microsoft Office Outlook direkt auf GroupWise-Server zugreifen. Sequoia soll im Sommer dieses Jahres erscheinen; danach folgen gemäß der aktuellen Roadmap zwei weitere Releases Ende 2006 ("Aspen") und Anfang 2008 ("Cedar").

"Groupwise hat fünf Millionen deutschsprachige Benutzer", zitierte Ulrich Neumann die aktuelle von Novell erhobene Statistik. Das klingt ein wenig nach Pfeifen im Walde, verteidigt die Groupwise-Community doch wie ein kleines gallisches Dorf schon seit Jahren einen kleinen Marktanteil gebenüber den beiden großen Kontrahenten IBM Lotus Domino und Microsoft Exchange. Marina Walser, Director Marketing Central Europe bei Novell, macht sich Hoffnung auf Zugewinne im Bereich von Microsoft-Kunden, die noch das mittlerweile sieben Jahre alte Exchange 5.5 einsetzen; das ist die letzte Exchange-Version, die ohne Active Directory auskommt.

Novell hat neben dem traditionellen Groupware-Flaggschiff GroupWise eine ganz Reihe von kollaborativen Produkten: den E-Mail- und Kalender-Server NetMail und im Open-Source-Bereich den Evolution-Client sowie den von Suse vertriebenen Suse Linux Openexchange Server (SLOX). Darüber hinaus rief Novell im Februar das Hula-Projekt ins Leben. Es soll vor allem im Bereich von Kalenderfunktionen einen neuen Standard setzen.

c't bringt in Ausgabe 12/2005 ein Interview mit Nat Friedmann zur Novell-Kollaborationsstrategie sowie dem Einsatz von Linux als Desktopsystem. (Volker Weber) / (ju)

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