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Nutzung eigener Rechner am Arbeitsplatz nimmt zu

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Etwa die Hälfte der Arbeitnehmer nutzen ihre eigenen Rechner, Tablets oder Smartphones für Aufgaben im Job-Alltag. Dabei nehmen die Mitarbeiter oft keine Rücksicht auf Regelungen in der Firma. Das ergab eine Studie, für die die Beratungsfirma Accenture 47 IT-Entscheider und 4100 Arbeitnehmer in Firmen mit über 100 Angestellten in Industrieländern befragte.

36 Prozent stimmten der Aussage zu: "Ich mache mir keine Sorgen um die IT Richtlinien der Firma – ich nutze die Technologie, die ich brauche, um meine Arbeit zu tun." Noch mehr Angestellte finden, dass Hardware und Software, die sie privat nutzen, nützlicher seien als die, die von Ihrem Arbeitgeber bereitgestellt werden. Die Studie, die das Beratungsunternehmen veröffentlicht, bestätigt die Ergebnisse eines Konkurrenten vom Sommer vergangenen Jahres in ihrer Tendenz: Unisys bezeichnet die Vorgänge als "IT Freeze out", die IT-Abteilungen und deren Richtlinien werden aus dem eigenen Unternehmen "ausgefroren".

Die IT-Abteilungen unterschätzten die Benutzung eigener Geräte der Arbeitnehmer, und schätzen die eigene Fähigkeit, Support für die Geräte der Arbeitnehmer leisten zu können, gering ein. 87 Prozent der in der Unisys-Studie befragten IT Entscheider sagten, sie wollen weiterhin standardisiert für die Beschäftigten einkaufen, während mehr als die Hälfte der befragten Beschäftigten selbst Geräte für die Arbeit kaufen – obwohl sie den Preis nicht erstattet bekämen.

Accenture empfiehlt den IT-Abteilungen, sich auf die Wirklichkeit einzustellen, etwa indem sie sich den Geräten ihrer Mitarbeiter nicht völlig verschließt. So könnten sie zum Beispiel eine Liste für erlaubte Geräte aufstellen und nach und nach erweitern. Mit IT-Budgets als Zusatzleistung für Arbeitnehmer können Unternehmen für sich als Arbeitgeber werben. (rzl)

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