Nvidia G-Sync auf dem Fernseher: LG bringt Firmware-Updates für OLED-TVs

LG stellt in Kürze die ersten Firmware-Updates für OLED-Fernseher der Reihen E9, C9 und B9 bereit. Nvidia liefert schon jetzt den passenden Grafiktreiber.

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(Bild: LG)

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Besitzer eines LG-OLED-Fernsehers aus den 2019er-Baureihen E9, C9 und B9 sind bald nicht mehr auf eine feste Bildwiederholrate von 60 beziehungsweise 120 Hertz beschränkt, wenn das TV an einem PC mit aktueller GeForce-Grafikkarte hängt. LG beginnt kommende Woche mit der Verteilung von Firmware-Updates, die das HDMI-2.1-Feature Variable Refresh Rate (VRR) freischalten. Displays lassen sich damit ihre Bildwiederholrate dynamisch von der GPU vorgeben, sofern diese die VRR-Funktion beherrscht.

Nvidia zertifiziert die OLED-Fernseher von LG mit G-Sync Compatible, verspricht also einen einwandfreien VRR-Betrieb ohne Bildflackern oder anderen Fehlern mit GeForce-Grafikkarten. Der GeForce-Treiber 403.08 WHQL schaltet HDMI VRR auf Seite der Grafikkarte frei – das gilt allerdings nur für die Turing-Modelle der Serien RTX 2000 sowie GTX 1600 und nicht für Pascal (GTX 1000).

Automatisierte Firmware-Updates stellt LG zunächst in Nordamerika bereit. In Europa sollen sie bis zum Jahresende 2019 folgen. Wer nicht solange warten möchte, kann sich das Firmware-Update für seinen Fernseher ab der zweiten November-Woche über LGs US-Webseite herunterladen und manuell aufspielen.

Für AMDs Radeon-Grafikkarten gibt es die HDMI-VRR-Funktion noch nicht. Ein entsprechendes Treiber-Update stellte AMD laut der Webseite Overclock3D im Januar 2018 in Aussicht, brachte es bisher aber nicht.

Grundsätzlich unterscheidet sich HDMI VRR in seiner Funktionsweise nicht von FreeSync, nutzt aber separate Blöcke in den Extended Display Identification Data (EDID), die ein Bildschirm an die GPU übermittelt. Die Interpretation der HDMI-VRR-Blöcke muss AMD seinen GPUs per Treiber beibringen. Einzig bei der Xbox One X und Xbox One S – beide mit Kombiprozessoren von AMD – ist dies bereits passiert. (mma)