Nvidia-Geschäftszahlen: Gaming und Data-Center stark

Nvidia schließt sein Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 10,9 Milliarden US-Dollar ab. Das vierte Quartal war besonders erfolgreich.

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(Bild: Nvidia)

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Nvidia hat im Geschäftsjahr 2020 (das bei Nvidia am 26. Januar 2020 endete) bei einem Umsatz von 10,9 Milliarden US-Dollar rund 2,8 Milliarden US-Dollar Gewinn erzielt. Der kalifornische Grafikkartenhersteller blieb damit hinter dem Vorjahr zurück, als rund 4,1 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 11,7 Milliarden Dollar eingenommen wurden.

Das vierte Quartal des Geschäftsjahrs 2020 zeigt jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen klaren Aufwärtstrend: Der Umsatz wurde um 41 Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar gesteigert, der Gewinn gar um 68 Prozent auf 950 Millionen US-Dollar. Damit hat Nvidia seine Erwartungen und das Vorquartal übertroffen. Nvidias Marge erreichte mit 64,9 Prozent einen Rekordwert – sie legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 10 Prozentpunkte zu.

Das Gaming-Segment ist für den Konzern nach wie vor am bedeutsamsten. Seine GeForce-Grafikkarten trugen mit gut 5,5 Milliarden US-Dollar die Hälfte des Jahresumsatzes bei. Darauf folgt das Data-Center-Segment, das mit Tesla-Beschleunigerkarten fast 3 Milliarden US-Dollar umsetzte. 1,2 Milliarden US-Dollar wurden im Professional-Visualization-Segment, also in erster Linie mit Quadro-Karten, erreicht. Automobilanwendungen, darunter Tegra-Prozessoren, kamen lediglich auf rund 700 Millionen US-Dollar, das Segment OEM & IP auf 500 Millionen US-Dollar.

Im vergangenen Quartal wurden 3,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt, wovon der Großteil auf die Bereiche Gaming und Data-Center entfiel.

(Bild: Nvidia)

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten mit 2,8 Milliarden US-Dollar im Fiskaljahr 2020 ein Hoch. Im Vorjahr hat Nvidia rund 2,4 Milliarden US-Dollar in dem Bereich investiert. Auch in der quartalsweisen Betrachtung kann der Hersteller mit 738 Milliarden US-Dollar zu 647 Milliarden US-Dollar eine Steigerung vorweisen. Zum Vergleich: AMD hat im selben Quartal lediglich 395 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben und entwickelt damit außer seinen Grafikkarten auch x86-Prozessoren.

Geschäftsführer Jensen Huang sieht Nvidia für die Zukunft gut aufgestellt. Nvidias Raytracing-fähige Grafikkarten vom Typ GeForce RTX würden neue Möglichkeiten in Videospielen und Virtual-Reality-Anwendungen (VR) eröffnen. Die besonders wichtigen Bereiche künstliche Intelligenz, Robotik und autonomes Fahren stünden gut dar und würden stetig weiterentwickelt.

Für das jetzt laufende erste Geschäftsquartal 2021 erwartet Nvidia mit rund 3 Milliarden US-Dollar Umsatz eine Stabilisierung. 100 Millionen US-Dollar wurden wegen des Coronavirus von der ursprünglichen Umsatzerwartung abgezogen. Hierbei handle es sich allerdings nur um eine erste Schätzung der sinkenden Nachfrage in China, betont der Konzern. Die Börse reagierte mit einem Plus von rund sechs Prozent auf 265 Euro pro Aktie auf Nvidias Geschäftszahlen. (mjo)