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Nvidia Maxwell: GeForce GTX 750 und 750 Ti höchst effizient

Dank eines neuen Chipdesigns sind die Maxwell-Grafikkarten GeForce GTX 750 und 750 Ti viel effizienter als ihre Vorgänger aus der Kepler-Generation - und obendrein noch schneller.

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Unsere getestete Asus GTX 750 Ti OC war selbst unter Last kaum hörbar - wir maßen nicht mehr als 0,3 Sone.

(Bild: c't)

Nvidia lässt die ersten Grafikkarten mit der neuen Maxwell-Architektur vom Stapel: GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti. Allerdings sind die beiden Karten keine Grafik-Schlachtschiffe, sondern für einen Preis von 110 und 140 Euro eher Mittelklasse-Kreuzer. Die beeindrucken nicht in erster Linie mit ihrer 3D-Leistung, sondern vielmehr mit der Effizienz. Laut Nvidia soll GM107 pro Watt doppelt so viel leisten wie eine Kepler-GPU, im Vergleich zur GeForce GTX 550 Ti mit Fermi-Architektur sogar viermal so viel. Das gilt allerdings nur, wenn man auf die angegebene Thermal Design Power schaut und nicht auf die durchschnittliche Leistungsaufnahme.

Dennoch: Die Karten haben eine wesentlich geringere Leistungsaufnahme als ihre Vorgänger und sind trotzdem schneller. Und das, obwohl Nvidia weiterhin das 28-nm-Fertigungsverfahren für die Maxwell-GPU GM107 nutzt. GM107 zählt zur ersten Generation an Maxwell-GPUs – die besagten Schlachtschiffe, für die Nvidia unter anderem Unified Memory versprach, sollen erst im zweiten Halbjahr 2014 kommen und dann mit 20-nm-Strukturen gefertigt werden.

Die GeForce GTX 750 Ti besteht aus 5 Streaming-Multiprozessoren mit je 128 Kernen.

(Bild: Nvidia)

Um trotz des gleichen Fertigungsverfahrens eine Effizienzsteigerung hinzubekommen, änderte Nvidia die Organisation der Rechenblöcke (Streaming-Multiprozessoren/SM). In jedem SM sitzen neuerdings 128 statt 192 Shader-Rechenkerne, die wiederum in 32er-Grüppchen aufgeteilt sind. Die SMs sind also intern erneut geviertelt (Quads) – jedes dieser Quads enthält wiederum einen eigenen Warp-Scheduler und zwei Dispatch Units, die Kerne kontinuierlich mit Daten füttern. Dadurch soll es einfacher sein sie maximal auszulasten und die Effizienz zu erhöhen. Neben der generellen Architektur will Nvidia auch den Hardware-Encoder NVEnc verbessert haben, wodurch Spielaufzeichnungen via Shadowplay nun nahezu ohne Performance-Verlust möglich sein sollen. Von der Chip-Reorganisation profitiert auch die Tessellation- und GPGPU-Leistung, die im Vergleich zur 650 Ti teils drastisch ansteigt.

Die GeForce GTX 750 und 750 Ti unterscheiden sich in der Zahl ihrer Shader-Kerne und der Größe des Videospeichers (1 GByte / 2 GByte). Insgesamt 512 Kerne sitzen auf der GTX 750, 640 Stück auf der Ti-Variante. Sie laufen mit 1020 MHz Grundtakt und garantieren mindestens 1085 MHz im Turbo-Modus.

Allerdings spricht die erste Generation von Maxwell noch immer kein vollständiges DirectX 11.2, sondern bedient lediglich das Direct3D-Funktionsniveau 11_0.

Die GeForce GTX 750 Ti packt Bioshock Infinite in Full HD und maximaler Detailstufe ruckelfrei.

(Bild: c't)

Beim Spielen zeigt sich: Die GeForce GTX 750 Ti reicht aus, um zahlreiche DirectX-11-Spiele in Full HD und hoher Grafikqualität ruckelfrei zu spielen. Bioshock Infinite läuft mit 60 fps in maximaler Full-HD-Detailstufe, Tomb Raider ist selbst mit AMDs Haarsimulation TressFX noch akzeptabel (32 fps). Im Vergleich zur GeForce GTX 650 Ti ist die 750 Ti rund 30 Prozent schneller, die 750er knapp 15 Prozent. Allerdings verheizen die neuen Karten unter Last beide zwischen 55 und 60 Watt, während die 650 Ti auf 80 bis 90 Watt kommt. Die GTX-750-Serie braucht also keinen zusätzlichen, sechspoligen Stromanschluss, auch wenn manche Hersteller bei ihren übertakteten Ti-Modellen einen an die Platine setzen.

Hersteller-Varianten der GeForce GTX 750 Ti (11 Bilder)

Asus GeForce GTX 750 Ti OC

Hersteller-Varianten der GeForce GTX 750 und 750 Ti sollen ab sofort ab 110 beziehungsweise 140 Euro erhältlich sein.

GeForce GTX 750 GeForce GTX 750 Ti GeForce GTX 650 Ti
GPU GM107 GM107 GK106
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren k.A. k.A. 2,54 Mrd.
Shader-Rechenkerne 512 640 768
Rechengruppen 4 SM 5 SM 4 SMX
Textureinheiten 32 40 64
Texeldurchsatz 32,6 GTex/s 40,8 GTex/s 59,2 GTex/s
Rasterendstufen 16 16 16
GPU-Takt / Turbo 1020 MHz / 1085 MHz 1020 MHz / 1085 MHz 925 MHz / --
Rechenleistung (SP/DP) 1,04/ 0,032 TFlops 1,31 / 0,041 TFlops 1,42 / 0,05 TFlops
Speicher 1 GByte GDDR5 2 GByte GDDR5 1 GByte GDDR5
Speicher-Takt (R/W) 2500 MHz 2700 MHz 2700 MHz
Speicher-Anbindung 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Datentransferrate 80,0 GByte/s (GDDR5) 86,4 GByte/s 86,4 GByte/s
Stromanschlüsse -- -- 1 × 6-pin
Formfaktor Dual-Slot Dual-Slot Dual-Slot
Display-Anschlüsse 2×DL-DVI, Mini-HDMI, optional: DP 1.2 2×DL-DVI, Mini-HDMI, optional: DP 1.2 2×DL-DVI, Mini-HDMI
Mehrschirmbetrieb 3 3 3
4K-fähig :v :v :v
TDP 55 Watt 60 Watt 110 Watt
DirectX 11.2 (Feature-Level 11_0) 11.2 (Feature-Level 11_0) 11.2 (Feature-Level 11_0)
OpenGL 4.4 4.4 4.4
Mantle -- -- --
OpenCL 1.2 1.2 1.2
CUDA :v :v :v
Preis ab 110 Euro 140 Euro 105 Euro

(mfi)