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Nvidia NVS 810: Mehrschirm-Karte für acht 4K-Displays

Nvidias Mehrschirm-Grafikkarte NVS 810 steuert bis zu acht 4K-Displays an. Mit ihr lassen sich Workstations bauen, die allein große und knackscharfe Videowände oder Outdoor-Projektionen befeuern.

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Nvidia NVS 810

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Nvidia hat eine neue Multimonitor-Grafikkarte enthüllt: die NVS 810. Sie richtet sich an den Profi-Bereich, speziell an die digitale Anzeigen-Branche. Als erste Mehrschirm-Karte überhaupt hat sie gleich acht Mini-DisplayPort-Ausgänge, von denen jeder einzelne ein 4K-Bild ausgeben kann. Noch im November soll die NVS 810 in Europa und den USA den Handel kommen. PNY vertreibt die Karten, in den folgenden Monaten soll die NVS 810 in den restlichen Weltregionen erhältlich sein.

Die Grafikkarte selbst ist sehr schmal und nimmt in Workstations nur einen PCIe-Steckplatz ein. Auf ihrer gut 24 cm langen Platine sitzen zwei GM107-Grafikchips der Maxwell-1.0-Generation. Jeder hat 512 Shader-Rechenkerne und greift auf jeweils 2 GByte Videospeicher zu. Ihre Display-Engines unterstützen den Parallelbetrieb von acht 4K-Displays mit 4096 × 2160 Bildpunkten bei 30 Hz oder vier 4K-Displays mit 60 Hz.

....Open-Air-Veranstaltungen...

(Bild: Nvidia)

Dank der effizienten Maxwell-Architektur hält sich die Leistungsaufnahme dennoch in Grenzen. Nvidia gibt einen Lastverbrauch von 68 Watt an, sodass sich die Grafikkarte exklusiv aus einem PCIe-x16-Slot speisen kann und keine zusätzlichen Netzteil-Zuführungen benötigt. In größere Workstations passen folglich bis zu vier NVS-810-Karten – dann ließen sich mit einem Rechner bis zu 32 4K-Displays mit 30 Hz ansteuern.

...oder Indoor-Events.

(Bild: Nvidia)

Zum Zusammenfassen der einzelnen Displays kommt Nvidias Tool "Mosaic" ins Spiel, das im Grafiktreiber integriert ist und ähnlich wie AMDs Eyefinity-Software funktioniert. Mosaic ist der Schlüssel für große, unterbrechungsfreie Bild- und Videoinstallationen. Das Tool ermöglicht das korrekte Verteilen der Display-Anzeigen, gleicht außerdem Bildschirmrahmen und -abstände sowie Überlappungen bei Projektionen an. Die NV 810 funktioniert auch mit dem Tool nView, das Desktops in verschiedene Segmente untersteilt, auf Wunsch auch virtuelle Desktops erstellt und zwischen diesen umschaltet.

Einen Preis für die NV 810 hat Nvidia noch nicht bekannt gegeben, Gerüchten zufolge soll die Karte aber weniger als 1000 Euro kosten.

Update: Die NVS 810 soll in Deutschland 879 Euro kosten. Dies erklärte Nvidia gegenüber heise online. (mfi)