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Nvidia Shield TV: Update bringt HDR für Videos und Spiele, Spotify und mehr

Nvidia will seine Streaming-Konsole Shield Android TV mit einem in Kürze erscheinenden Update unter anderem in die Lage versetzen, 4K-Videos des Streamingdienstes Netflix mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range, HDR) wiederzugeben.

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Shield TV: Firmware-Update bringt HDR für Videos und Spiele, Spotify und mehr

(Bild: Nvidia)

Nvidia will sein Shield Android TV mit einem in Kürze erscheinenden Update an die Spitze des Streaming-Konsolen-Feldes katapultieren: Als erste Konsole überhaupt soll das Gerät damit nicht nur in die Lage versetzt werden, ultrahochaugelöste Videos des Streamingdienstes Netflix mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range, HDR) wiederzugeben, sondern auch Spiele. Dies teilte das Unternehmen nun in seinem Blog mit.

Netflix' HDR-Videos ließen sich bislang nur direkt über HDR-fähige Fernseher mit einer passenden App anschauen. Nach dem Update liefert auch das Shield TV die ultrahochaufgelösten Filme mit erweitertem Kontrast -- im sogenannten "HDR-10"-Standard, der auch von den aktuell erhältichen Ultra HD Blu-rays genutzt wird.

Zur Wiedergabe ist folglich ein TV nötig, der diese Signale verarbeiten kann. Hierzu zählen alle Fernseher, die das "Ultra HD Premium"-Logo tragen. Die Nvidia-Box spielt hingegen nicht mit 4K-Fernsehern zusammen, die ausschließlich das HDR-Konkurrenzformat Dolby Vision unterstützen.

Die GameStream-Funktiion lässt sich künftig auch nutzen, um Spiele mit HDR-Bild vom PC zum Shield TV streamen.

(Bild: Nvidia)

Ebensowenig werden sich in den USA über die angekündigte Shield-TV-App für den dortigen Video-on-Demand-Dienst Vudu 4K-Videos mit HDR ausgeben lassen: Vudu bietet zwar HDR-Videos an, allerdings ausschließlich nach dem Dolby-Vision-Standard.

Auch Spiele sollen sich am Shield TV künftig per Verwendung der GameStream-Funktion mit HDR-Bild spielen lassen. US-Medien nennen sogar bereits Games, die dieses Feature bieten sollen – darunter Lawbreakers, Obduction, Paragon, Rise of the Tomb Raider, Shadow Warrior 2, The Talos Principle und The Witness.

Um diese Feature nutzen zu können, muss beim Anwender als Gegenstück jedoch ein PC stehen, in dem eine Grafikkarte der Pascal-Generation arbeitet. Die passend ausgerüsteten Modelle GTX 1070 (ab rund 500 Euro) und GTX 1080 (für ca. 800 Euro) sollen Anfang Juni erscheinen.

Auch bei den Shield-TV-Apps will Nvidia nachlegen. So sollen für die Musiksstreaming-Dienste Deezer und Spotify künftig offizielle Anwendungen bereitsstehen. Aktuell nutzen einige Spotify-Kunden die inoffizielle App "Emma for Spotify (TV)". (nij)

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