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Nvidia Xavier: 20-Watt-Kombiprozessor für autonome Autos

Dem wassergekühlten Hardware-Modul Drive PX2 mit zwei Pascal-GPUs für Fahrerassistenzsysteme soll Ende 2017 das Xavier-SoC mit 20 Watt, aber höherer Performance folgen.

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Nvidia Xavier

Blockschaltbild Nvidia Xavier

(Bild: Nvidia)

Schon auf der CES 2016 im Januar hatte Nvidia ein Hardware-Modul für die Datenverarbeitung von Sensoren, Kameras und digitalen Karten in autonomen Fahrzeugen angekündigt: Drive PX2. Davon gibt es unterschiedliche Versionen, die einfachste braucht laut Nvidia nur 10 Watt. Doch jene mit ausreichend Rechenleistung für autonomes Fahren (laut Nvidia "Autochauffeur") besitzt je zwei Parker-SoCs und zwei diskrete Pascal-GPU, die zusammen 80 Watt aufnehmen. Beim Einbau in Autos ist dann beim Drive PX 2 eine Flüssigkeitskühlung nötig. Das nun für das vierte Quartal 2017 angekündigte System-on-Chip (SoC) namens Xavier steigert die Effizienz drastisch: Es soll mehr Rechenleistung liefern als Drive PX2 in der Dual-Pascal-Konfiguration, aber mit einem Viertel der elektrischen Leistung auskommen: 20 Watt.

Dazu vereint Nvidia eine CPU mit acht selbst entwickelten ARM-Kernen mit einer GPU mit 512 CUDA-Kernen der Volta-Generation auf einem einzigen Chip mit rund 7 Milliarden Transistoren. Er wird wie das "Parker"-SoC auf dem Drive PX2 mit 16-nm-FinFET-Technik von TSMC gefertigt.

Ebenfalls auf der GTC Europe verkündete Nvidia eine Kooperation mit dem Navi- und Karten-Experten TomTom. Dabei kommt Drive PX2 zum Einsatz, um sogenannte HD-Karten, die Fahrzeuge fürs autonome Fahren brauchen, in Echtzeit zu aktualisieren (Real-Time HD Map Updating). Auf solchen HD-Karten hat TomTom bereits 120.000 km Strecke von Autobahnen und anderen Schnellstraßen erfasst. KI-Algorithmen sorgen für die nötigen Updates. (ciw)

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