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Nvidia erlaubt G-Sync mit FreeSync-Displays

Mit einem neuen Treiber will Nvidia erlauben, auch FreeSync-Displays an GeForce-Grafikkarten mit variabler Bildwiederholrate zu betreiben.

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Mit einem kommenden Treiber können GeForce-Grafikkarten auch FreeSync-Monitore mit variabler Bildrate als G-Sync-Displays ansteuern.

(Bild: Nvidia )

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Wer ein Display mit variabler Bildwiederholrate (VRR, variable refresh rate) zum Spielen einsetzen wollte, musste sich bisher für einen GPU-Hersteller entscheiden: FreeSync war gleichbedeutend mit AMD und Radeon, das meist teurere G-Sync funktionierte nur mit Nvidias GeForce-Karten. Beide Techniken sollen verhindern, dass der Bildinhalt beim Spielen zerreißt, wenn die Grafikkarte schneller Bilder liefert, als das Display sie anzeigen kann oder ruckelt, wenn die Frames zu langsam kommen. Überraschend hat Nvidia auf der CES 2019 angekündigt, zukünftig auch Displays mit variabler Bildrate anzusteuern, die dem VESA-Standard adaptive Sync folgen – auf den FreeSync aufsetzt.

Der Support für FreeSync-Monitore wird Teil des Treibers, und zwar erstmals mit dem GameReady-Treiber, der zum Marktstart der GeForce RTX 2060 am 15. Januar erscheinen soll. Nvidia testet demnach seit einiger Zeit FreeSync-Displays nach bestimmten Kriterien, etwa ob das Panel im Betrieb mit variabler Bitrate flackert, pulsiert, oder ob Ghosting auftritt. Außerdem muss es bei der Wiederholfrequenz mindestens einen Bereich von 2,4:1 abdecken, beispielsweise von 60 bis 144 Hz. Hat das Display die Tests bestanden und steht auf der Whitelist des Treibers, aktiviert er automatisch VRR.

Von den 400 bisher geprüften Modellen haben Nvidia zufolge aber nur 12 den Test bestanden, und zwar Modelle von Acer, Asus AOC und BenQ. Diese Monitore stuft die Firma als "G-Sync compatible" ein und führt sie zusammen mit G-Sync-Displays in einer Liste. Bei allen anderen muss der Nutzer G-Sync von Hand im Treiber aktivieren. Allerdings schaltet Nvidia die FreeSync-Nutzung nur für Grafikkarten ab Pascal- und Turing-Familien frei, also GeForce GTX 1000 und GeForce RTX 2000.

Nvidia unterscheidet in drei Abstufungen: G-Sync compatible, G-Sync und G-Sync Ultimate.

(Bild: Nvidia )

Zwei weitere G-Sync-Stufen gibt es: Das 2013 eingeführte G-Sync sowie G-Sync HDR, das Nvidia nun in G-Sync Ultimate umbenennt. Letzteres stellt strengere Anforderungen an das Panel. So muss es unter anderem 144 Hz und eine Schaltzeit von 4 ms erreichen, 95 Prozent des Farbraums DCI-P3 abdecken und mit 1000 cd/m2 leuchten können. Auch eine LED-Hintergrundbeleuchtung mit 384 Zonen ist Pflicht. Derzeit erfüllen nur drei Monitore diese Voraussetzungen: Der Asus ROG Swift PG27UQ, der Acer Predator X27 und das frisch vorgestellte BFGD HP Omen X Emperium 65 für 5000 US-Dollar. (bkr)