Nvidia schließt Mellanox-Übernahme für 7 Milliarden US-Dollar ab

Mit Mellanox hat sich Nvidia einen Branchenriesen unter den Interconnect-Entwicklern einverleibt, der auch an den Industriestandards CCIX und CXL beteiligt ist.

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(Bild: c't)

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Nvidia hat die Übernahme des Netzwerkspezialisten Mellanox abgeschlossen. Aus den prognostizierten 6,9 Milliarden US-Dollar im März 2019 wurden letztendlich glatte 7 Milliarden US-Dollar, die sich Nvidia den Kauf kosten lässt.

Mit Mellanox verleibt sich Nvidia ein Branchenschwergewicht unter den Interconnect-Entwicklern ein. Dessen Netzwerktechnik soll künftig die Verbindung zwischen Nvidias Beschleunigerkarten verbessern. Außer der Rechenleistung und Effizienz erhalten Interconnects zur Kommunikation zwischen den Chips einen immer höheren Stellenwert. AMD kann mit seinem Infinity Fabric sowohl CPUs als auch GPUs untereinander verbinden und auch Intel bietet künftig CPUs sowie GPUs aus einer Hand.

Nvidia selbst ist an der Entwicklung des Cache-kohärenten Compute Express Links (CXL) beteiligt, dessen Konsortium Intel ins Leben gerufen hat. Über Mellanox kommt Nvidia nun auch beim konkurrierenden Cache Coherent Interconnect for Accelerators (CCIX) ins Boot – AMD ist ebenfalls an beiden beteiligt, Intel hingegen fehlt beim CCIX. Beide Varianten dürften die Server-Landschaft in den kommenden Jahren maßgebend prägen.

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Mellanox hat im Jahr 2019 rund 1,33 Milliarden US-Dollar umgesetzt und wuchs damit in einem Jahr um 22 Prozent. Der Gewinn lag bei 208 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigt etwa 2300 Mitarbeiter, über 1700 davon in Israel. (mma)