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Raytracing-Beschleuniger Nvidia GeForce RTX 2060 für 370 Euro

Die GeForce RTX 2060 tritt als bislang günstigste Karte mit Turing-GPU an. Zum Preis von 370 Euro soll sie es mit der GTX 1070 Ti aufnehmen.

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Nvidia stellt GeForce RTX 2060 für $349 vor

Auf der CES 2019 hat Nvidia-Chef Huang die GeForce RTX 260 vorgestellt.

(Bild: Florian Müssig (c’t))

Nvidia hat die GeForce RTX 2060 offiziell vorgestellt. Als Kernstück dient ihr die TU106-GPU, die auch das größere Schwestermodell RTX 2070 antreibt. Allerdings hat Nvidia sie ein wenig zurechtgestutzt: So sind bei der RTX 2060 nur 30 der 36 Streaming Multiprocessors aktiv, womit die Karte nur über 1920 statt 2304 Shader und 120 statt 144 Texture Mapping Units (TMUs) verfügt.

Außerdem bleiben ihr 30 Raytracing- und 240 Tensor-Cores. Auch der Speicher fällt mit 6 GByte GDDR6-RAM kleiner aus und nutzt 192 statt 256 Datenleitungen. Im Vorfeld der CES waren bereits praktisch alle Eckdaten zur neuen GeForce RTX 2060 durch Leaks und Gerüchte bekannt geworden,

So weit, so bekannt also. Neu sind Informationen zu Taktraten, Leistungsaufnahme und Preisen. Die GPU taktet laut Nvidia im Referenzdesign nominell mit 1365 MHz, im Mittel soll der Boost-Takt bei 1680 MHz liegen. Damit macht sie bei der 3D-Performance gegenüber der GeForce GTX 1060 6 GByte einen mächtigen Sprung nach vorn. Zwar taktet die Pascal-Karte im Boost praktisch genauso hoch, hat aber nur 1280 Shader-Kerne an Bord. Nvidia verspricht, die GeForce RTX 2060 erreiche das Performance-Niveau der GeForce GTX 1070 Ti.

Laut Nvidia erreicht die GeForce RTX 2060 die Performance einer GeForce GTX 1070 Ti.

(Bild: Florian Müssig (c’t))

Außerdem leiste sie 37 Tera-RTX-Operationen pro Sekunde, 52 Tensor-TFLOPs und 5 Gigarays/s. Wie sich die Karte in Spielen mit DXR-Unterstützung und der neuen DLSS-Kantenglättung schlägt, werden Tests klären müssen. In Battlefield V musste sich aber schon die GeForce RTX 2070 bei höchster Detailstufe in einigen Szenarien mächtig ins Zeug legen, um bei Full HD auf dauerhaft flüssige Bildraten zu kommen.

Wie bei den größeren Turing-Modellen bietet Nvidia auch von der GeForce RTX 2060 eine Founders Edition genannte Referenzkarte an. Im Unterschied zu den großen Geschwistern wird sie aber nicht ab Werk übertaktet sein. Wie gehabt tritt sie im Zwei-Slot-Format an und nutzt den von der RTX 2070 bekannten Kühler mit zwei Axiallüftern. Am Anschlussfeld bleibt ebenfalls alles wie gehabt: DisplayPort 1.4, DL-DVI und HDMI 2.0 binden hochauflösende Monitore an, per Virtual-Link lassen sich über eine USB-C-Buchse VR-Headsets anschließen.

Die Leistungsaufnahme liegt laut Nvidia bei 160 Watt; die Karte trägt also einen 8-Pin-Stromanschluss. Die Firma empfiehlt daher ein 500-Watt-Netzteil. Die GeForce RTX 2060 Founders Edition soll ab dem 15. Januar in Nvidias Webshop für 369 Euro zu bestellen sein; interessierte Käufer können sich bei Verfügbarkeit benachrichtigen lassen. Auch die Grafikkarten von Firmen wie Asus, Gigabyte, MSI und Zotac werden ab dem 15. Januar in den Verkauf gehen.

Einen ersten Test der GeForce RTX 2060 lesen Sie in voraussichtlich c’t 3/2019.

GeForce GTX 1060 GeForce GTX 1070 Ti GeForce RTX 2060 GeForce RTX 2070 GeForce RTX 2080
GPU GP106 (Pascal) GP104 (Pascal) TU106 (Turing) TU106 (Turing) TU104 (Turing)
Shader- / RT- / Tensor-Kerne 1280 / - / - 2432 / - / - 1920 / 30 / 240 2304 / 36 / 288 2944 / 46 / 368
GPU- / Boost-Takt 1506 / 1708 MHz 1607 / 1683 MHz 1365 / 1680 MHz 1410 / 1710 MHz 1515 / 1800 MHz
Rechenleistung (SP) 4,4 TFLOPs 8,2 TFLOPs 6,45 TFLOPS 7,9 TFLOPS 10,6 TFLOPs
Speicher 6 GByte GDDR5 8 GByte GDDR5 6 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6
Speicheranbindung 192 Bit 256 Bit 192 Bit 256 Bit 256 Bit
Datentransferrate 192 GByte/s 256 GByte/s 336 GByte/s 448 GByte/s 448 GByte/s
TDP 120 Watt 180 Watt 160 Watt 175 Watt 225 Watt
Preis ab (Referenz) 290 Euro 480 Euro 370 Euro 640 Euro 850 Euro

(bkr)