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Nvidias Fermi: Leistung der GeForce GTX 470 enthüllt

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Nvidias Fermi-Grafikkarten lassen noch bis Ende März auf sich warten, dennoch liegen heise online exklusiv erste Benchmark-Werte einer Vorabversion der GeForce GTX 470 vor. Demnach liegt die DirectX-11-Grafikkarte im 3DMark Vantage leistungsmäßig zwischen der Radeon HD 5850 und der HD 5870. So erreichte die GTX 470 im 3DMark Vantage (X-Mode) 7511 Punkte, eine Radeon HD 5870 mit 8730 Punkten deutlich mehr. Eine HD 5850 lag bei 6430 Punkten, die GeForce GTX 285 im gleichen Testsystem erreichte 6002 Punkte. In der Performance-Voreinstellung zeigt sich ein ähnliches Bild, jedoch liegt die Radeon HD 5870 (17303) nur noch leicht vor der GeForce GTX 470 (17156). Eine Radeon HD 5850 erreichte 14300 Punkte.

Nvidias Fermi-Grafikkarten scheinen nicht so schnell zu sein, wie viele hofften.

(Bild: c't)

Interessant sind insbesondere auch die Ergebnisse des Unigine-Benchmarks, der auf DirectX 11 und Tessellation setzt. Nvidia hatte im Vorfeld angekündigt, die Fermi-Grafikkarten würden mit aktiviertem Tessellation die HD-5800er-Karten deutlich überflügeln. Dies konnten die vorläufigen Benchmark-Resultate bestätigen. So erreichte bei vierfachem Antialiasing die GeForce GTX 470 durchschnittlich 29 Bilder pro Sekunde (fps), eine Radeon HD 5870 rund 27 fps, die HD 5850 nur 22 fps. Bei achtfachem Antialiasing allerdings bricht die Leistung der GeForce GTX 470 stark ein. Sie erreicht dann nur noch 20 fps, eine Radeon HD 5870 ist bei knapp 23 fps schneller, die Radeon HD 5850 (19 fps) unterliegt nur knapp.

Auch in das BIOS der vorläufigen Testkarte konnten wir einen Blick werfen. Die Shader-Rechenkerne liefen dabei mit 1255 MHz, der GDDR5-Speicher mit lediglich 1600 MHz (Read-Write-Clock). Nvidia scheint also den Speicher deutlich langsamer als AMD zu takten, gleicht das jedoch durch die höhere Anzahl an Datenleitungen wieder aus. Jedoch sind die Spezifikationen der Testkarte noch nicht final, daher sind die Testresultate auch mit Vorsicht zu genießen, in der 3D-Leistung sind jedoch keine großen Veränderungen mehr zu erwarten.

Derzeit gehen sogar Gerüchte um, dass der Grafikchip der GeForce GTX 480 nicht über die vollen 512 Shader-Rechenkerne verfügen wird. Selbst Nvidia wollte uns im Gespräch nicht bestätigen, dass der GTX 480 tatsächlich 512 Kerne besitzt. So wies man darauf hin, dass man im Januar zwar den GF100 im Vollausbau vorgestellt habe (also 512 Kerne), jedoch nie explizit angekündigt hätte, dass der GeForce GTX 480 tatsächlich über diese Zahl von Rechenkernen verfügt. Tatsächlich hat Nvidia einige Zeit nach der Architekturvorstellung im Januar lediglich die Namen der ersten beiden High-End-Grafikkarten angekündigt.

Klarheit wird es also erst am 27. März geben, wenn Nvidia die Karte offiziell vorstellen will. Noch scheinen selbst die Boardpartner nicht viel über die kommenden Karten zu wissen, worüber sich einige Hersteller verärgert zeigten. So will Nvidia seine Partner erst am kommenden Montag über die endgültigen Spezifikationen informieren, die ersten Karten sollen zwei Wochen später in deren Lagern eintreffen. Zwar zeigten sich einige Partner bereits zuversichtlich, dass durchaus ausreichende Stückzahlen der neuen Karten ab dem 29. März vorrätig sein werden. Sorgen bereitet ihnen jedoch das Preis-Leistungs-Verhältnis. (mfi)