O'Reilly-Konferenz zur Zukunft der Print-Branche

"Tools of Change for Publishing" tagte im amerikanischen San Jose.

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Von
  • Ben Schwan

Am Mittwoch ist in San Jose die erste "Tools of Change for Publishing"-Konferenz (TOC) des O'Reilly-Verlages zu Ende gegangen. Die Tagung zur Zukunft der Print-Branche konnte sich mit zahlreichen großen Namen schmücken. Anwesend waren unter anderem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, Bürgermedien-Pionier Dan Gillmor, Adobe-Chef Bruce Chizen sowie O'Reilly-Gründer Tim O'Reilly höchstselbst, der mit seinem IT-Verlag laut eigenen Angaben ständig nach neuen Geschäftsmodellen jenseits der Druckerpresse sucht.

Dabei überwog in San Jose auf den ersten Blick die Untergangsstimmung. So verkündete Adobe-Mann Chizen, dass gedruckte Informationen in 15 Jahren ein Fossil sein würden. Allen Noren vom O'Reilly-Verlag präsentierte Anekdoten, bei denen es Zeitungs- wie Buchverlegern eiskalt den Rücken herunterlaufen dürfte. So erzählten ihm preisgekrönte Studenten, dass "Bücher etwas für alte Leute" seien. Eine Führungskraft habe ihren MBA-Studiengang in Yale absolviert, ohne ein einziges Buch zu kaufen. "Wenn etwas nicht bei Google zu finden war, dann gab es den Text auch nicht", erklärte der Manager.

Doch ganz so schlimm muss es nicht kommen – Forscher arbeiten bereits an Print-Rechner-Kombinationen, die die Zukunft der Branche sichern sollen. Neben dem immer wieder verschobenen "digitalen Papier" können das auch Bücher sein, die Hyperlinks besitzen. Das so genannte blueBook, das auf der TOC als Prototyp gezeigt wurde, besitzt eine solche Funktion.

Mehr zur TOC in einem ausführlichen Konferenzbereicht in Technology Review online:

(bsc)