O2 startet Verkauf des Palm Pre

Heute hat der Mobilfunkanbieter in Deutschland mit dem Verkauf des Smartphones in Deutschland begonnen. Das Gerät ist mit und ohne Vertrag erhältlich - und auch bei einer Tochter des Konkurrenten E-Plus.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 224 Beiträge
Von
  • dpa

Die deutsche Telefonica-Tochter O2 hat den Verkauf des neuen Smartphones Palm Pre gestartet. Mit dem Spitzenmodell des Unternehmens Palm will O2 dem iPhone von Apple, aber auch anderen Smartphone-Anbietern wie HTC Konkurrenz machen. Im Gegensatz zum iPhone bei T-Mobile kann der Palm Pre bei O2 auch ohne Mobilfunkvertrag gekauft werden. "Mit der Vermarktung des Palm Pre ohne Netzsperre gehen nicht wir ein Risiko ein", sagte O2-Chef Rene Schuster der dpa. "Unsere Wettbewerber, die ihre Smartphones abschließen und ihren Kunden misstrauen, riskieren viel, wenn sie sich nicht ebenfalls öffnen."

Der Palm Pre war von einem Team um den ehemaligen Apple-Manager Jon Rubinstein entwickelt worden. Rubinstein hatte bei Apple 1997 die Entwicklung des iMac verantwortet und war dann bis 2006 für das Geschäft mit dem Musikplayer iPod zuständig. Palm galt vor der Vorstellung des Pre im Januar 2009 auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas als angeschlagen, da die Geschäfte mit älteren Modellreihen schlecht liefen. Der Aktienkurs von Palm stieg seitdem von 3 Dollar auf inzwischen mehr als 17 Dollar. Rubinstein hat mittlerweile auch die Position des Chief Executive Officers (CEO) bei Palm übernommen.

"Wir haben 2007 mit der Transformation von Palm begonnen und diesen Prozess inzwischen weitgehend abgeschlossen", so Rubinstein. "Nun geht es darum, die Resultate zu zeigen und zusammen mit unseren Partnern die Marke Palm wieder ins Rampenlicht zu rücken."

Obwohl Palm in Deutschland die Vertriebsrechte für den Pre allein an O2 vergeben hat, wird das Smartphone auch bei Simyo angeboten, einer Discount-Marke des O2-Konkurrenten E-Plus. "In Deutschland ist O2 der exklusive Vermarktungspartner für den Palm Pre", betonte Schuster. "Über den indirekten Kanal können auch Wettbewerber Geräte in kleinen Stückzahlen beziehen. Ob wir das unterbinden, hängt davon ab, welches Ausmaß dieses Geschäft annehmen wird." O2 bietet den Palm Pre ohne Vertrag für 481 Euro an. Bei Simyo kostet der Pre 495 Euro.

Siehe dazu

(anw)