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OLED-TVs: Vorsichtsmaßnahmen gegen Einbrennen

Wer gerade einen neuen OLED-Fernseher gekauft hat oder sich zu Weihnachten einen zuzulegen möchte, sollte unbedingt ein paar Hinweise beachten.

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OLED-TVs: Vorsichtsmaßnahmen gegen Einbrennen

Smarte Fernseher mit organischem Display sind derzeit zwar kaum unter 1000 Euro zu haben, sie finden in der oberen Preisklasse aber viel Zuspruch. Gerade angesichts der größeren Investition sollte der neue Fernseher nicht nur super aussehen, sondern auch lange halten – alles andere wäre ärgerlich.

Damit die Besitzer einer OLED-TV irgendwann keine herbe Enttäuschung erleben, sollten sie einige Hinweise bei der Nutzung beziehungsweise schon vor dem Kauf beherzigen. So taugen die kontraststarken OLED-Displays offenbar nicht für den Dauerbetrieb: Die TV-Hersteller wehren Garantieansprüche ab, wenn Kunden ihr Gerät den ganzen Tag über laufen lassen. So steht es auch in Handbüchern und Beipackzetteln – allerdings ohne konkrete Angabe der maximalen, noch von der Garantie abgedeckten Stundenanzahl. Unser Tipp: Wer den Fernseher täglich zehn Stunden und mehr nutzen will, greift besser zum LCD-TV.

Eingebrannte Logos, störende Schatten

Wesentlicher Grund für diese Einschränkung ist das sogenannte Einbrennen, das vielmehr ein Ausbrennen der organischen Schicht ist. Das Display wird an solchen Stellen – typischerweise an Logos oder Laufleisten – dunkler, über dem betroffenen Bereich liegt im Videobetrieb ein Schatten.

Neben diesem irreversiblen Defekt, der erst nach längerer Nutzung auftritt und dem die Hersteller durch diverse Maßnahmen begegnen wollen, gibt es einen weiteren Effekt. Er stellt sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zuweilen schon nach wenigen Betriebsstunden ein und wird von den Transistoren in der Panelansteuerung verursacht. Die hierdurch auftauchenden Schatten lassen sich zum Glück wieder entfernen: Die "Reinigung" passiert üblicherweise über Nacht, braucht allerdings Energie, weshalb der Fernseher nicht gleich nach dem Ausschalten von der Steckdose getrennt werden darf.

Die TV-Hersteller wissen natürlich um die Probleme der OLED-Technik. Die meisten Unternehmen möchten sie aber nicht allzu offensiv kommunizieren. Dabei wäre vielen Nutzern geholfen, wenn sie die Mechanismen kennen würden – und dadurch bewusst vorbeugen könnten. c't erklärt deshalb in der aktuellen Ausgabe 23/2018 die technischen Hintergründe für das Einbrennen und liefert ganz praktische Tipps für den möglichst schadlosen Betrieb der kontraststarken OLED-Fernseher:

(uk)

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