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CES

OLED-TVs von LG: Superdünn, Dolby Vision und Dolby Atmos

Die Signature-OLEDs von LG unterstützen nicht nur das HDR-Format Dolby Vision, sondern auch den Raumklang Dolby Atmos. Mit dem superdünnen Wallpaper-OLED bringt LG ein besonderes Designerstück auf den Markt ̵ das seinen Preis hat.

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OLED-TVs von LG mit Dolby Vision und Dolby Atmos

LGs stellt auf der CES diverse neue OLED-TVs vor, darunter das superdünne Wallpaper-OLED namens "Signature OLED TV W". Der nur 2,57 Millimeter dünne Schirm enthält keine Elektronik, die steckt komplett in der zugehörigen Soundbar, die mit einem Flachbandkabel mit dem Display verbunden wird. Ein zusätzliches Stromkabel für den Schirm ist offenbar nicht nötig.

Das Display zeigt natürlich 4K-Aufllösung, und es beherrscht mit HDR10, Dolby Vision, HLG (Hybrid Log Gamma) und Advanced HDR von Technicolor gleich vier HDR-Formate. Außerdem kann es den HDR-Effekt intern auch für SDR-Bilder erzeugen.

Das OLED-TV soll den DCI-P3-Farbraum zu 99 Prozent abdecken. Verbessert hat LG die Kalibrierungsmöglichkeiten, außerdem wurde die Spitzenhelligkeit erhöht. OLEDs erzielen nicht die 1000 oder gar 2000 cd/m2 der HDR-fähigen LCD-TVs, bieten dafür aber ein satteres Schwarz und erreichen so ihren sehr hohen Kontrast. LG verspricht nun für sein Wallpaper-OLED eine Peak Luminance von 1000 cd/m2 – allerdings nur in einem sehr kleinen weißen Feld (5 % Weißanteil, Rest ist Schwarz). Die mittlere Leuchtdichte habe man um 25 Prozent angehoben, erklärte LG in einem Meeting.

LG Wallpaper-OLED (3 Bilder)

Die 4.2-Soundbar wird über ein Flachbandkabel mit dem TV verbunden.
(Bild: Ulrike Kuhlmann)

Die Soundbar, die neben Lautsprechern auch die AV-Elektronik enthält, unterstützt unter anderem Dolby Atmos, womit LG als erster Hersteller die Dolby-Kette in einem Gerät geschlossen hat. Witziges Detail: Wenn man den Fernseher einschaltet, fahren die zwei Hörnchen aus der Soundbar – beim Abspielen von Dolby-Atmos-Signalen noch ein Stückchen weiter. In einem ersten Hörtest wirkte der Atmos-Sound der 4.2-Lautsprecher etwas undifferenziert, was aber auch an den Raumverhältnissen gelegen haben könnte. Das müssen wir dann später in einem Test genauer klären.

Das Display wird mit einem Magnethalter an der Wand befestigt. Es ist zwar super dünn, aber es ist nicht fürs ständige Biegen gedacht. Dass man es tatsächlich sehr einfach bewegen könnte, zeigte LG in einer kleinen – sehr vorsichtigen – Demo. Also noch nicht aufrollbar, aber ein großer Schritt auf dem Weg dahin.

Das Wallpaper-OLED ist in den USA ab sofort mit 1,65 m Diagonale (65 Zoll) für 8000 Dollar erhältlich, eine 77-zöllige Variante soll im Laufe des Jahres folgen.

Neben dem Wallpaper-OLED stellt LG mit der E7-, G7- und der C7-Serie drei weitere OLED-Modellreihen vor. Alle unterstützen die genannten HDR-Formate und nutzen LGs WebOS-Plattform, die ebenfalls ein Update auf Version 3.5 bekommen hat.

Information am Rande: Keines der 2017er-TVs von LG unterstützt 3D, auch nicht die OLEDs. Damit ist LG aber nicht allein, auch andere Hersteller, etwa Samsung, rücken von 3D ab. 3D würde erst wieder interessant, wenn man keine Brille mehr dafür braucht, waren sich die LG-Entwickler einig.

Auch Sony zeigte auf der CES sein neustes TV-Flagschiff:

Quelle: LG Displays

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(uk)

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