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OLEDs für Smartphones weiterhin begehrt und teuer

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Im Februar wurden laut iSuppli 186,8 Millionen Displays für Mobilgeräte produziert; ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Verantwortlich für den Zuwachs waren die organischen Panels und die gestiegenen Nachfrage aus China.

Nach einer Erhebung der Marktforscher sind OLED-Panels weiterhin deutlich teurer als vergleichbare LCDs, und die mittleren Preise für organische Displays ziehen sogar leicht an – bedingt durch bessere Panels mit höheren Auflösungen, aber auch durch die begrenzten Produktionskapazitäten. So kostete laut iSuppli im Januar ein 4,3-zölliges AMOLED-Panel für Smartphones mit 960 × 540 Pixel Auflösung und integrierten Touch etwa 51 US-Dollar, ein vergleichbar hochauflösendes Touch-LCD dagegen 42 Dollar. Bei Panels für Tablets ist der Unterschied noch viel deutlicher: Ein knapp 8-zölliges AMOLED-Panel kostete etwa 100 Dollar, ein vergleichbares LCD nur die Hälfte.

Samsung ist weiterhin unangefochten Marktführer bei den AMOLEDs. Aus Korea liefert zwar auch LG Displays Panels für Smartphones, doch der zweitgrößte OLED-Hersteller konzentriert sich derzeit stärker auf die großen organischen Displays für Fernsehgeräte.

In diesem Jahr steigt zudem AU Optronics in den Ring: Der taiwanische Displayspezialist will ab dem zweiten Quartal 4,3-zöllige AMOLEDs für Smartphones an Sony liefern. AUO kann die Patente von Idemitsu Kosan nutzen und hat 2010 durch die Übernahme der ehemaligen Toshiba-Mobile-Fab AFPD in Singapur, eine Produktionsstätte der Generation 4,5 für 92 cm × 73 cm große Glassubstrate, auch Zugriff auf die zur Ansteuerung der OLEDs nötige LTPS-Technik. Zusätzlich hat das Unternehmen in Taiwan am eigenen LCD-Standort eine LTPS-Linie der Generation 3,5 für 75 cm × 62 cm große Substrate installiert. Auch in China werden etliche OLED-Fabriken gebaut. Bis diese die volle Serienproduktion aufnehmen können, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. (uk)