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OLPC zeigt 100-Dollar-Tablet

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Die Organisation One Laptop per Child (OLPC) will ihr 100-Dollar-Versprechen mit Verspätung einlösen. Das Tablet XO-3 werde 100 US-Dollar oder weniger kosten, versprach der OLPC-Vorsitzende Nicholas Negroponte gegenüber Computerworld. Aufgrund unterschiedlicher Ausstattungsoptionen könne er den finalen Preis aber nicht garantieren. Das günstigste Tablet wird das XO-3 nicht, zum Beispiel kostet das in Indien angebotene "Aakash" nur 50 US-Dollar.

OLPC will eine lauffähige Version des vor zwei Jahren angekündigten Tablets am kommenden Montag auf der CES in Las Vegas zeigen. Die Pressemitteilung dazu enthält kein Foto und nur wenige technische Details. Demnach lässt sich das Tablet auch mit einer Handkurbel oder mit Solarzellen aufladen und wird von einem ARM-Chip von Marvell angetrieben. Als Betriebssystem soll Android oder eine andere Linux-Variante dienen. Optional kommt ein Stromspar-Display von Pixel Qi zum Einsatz, laut Computerworld mit einer Diagonalen von acht Zoll.

Der Einsatz des Tablets in Entwicklungsländern soll wissenschaftlich begleitet werden. Negroponte zufolge würden Forscher untersuchen, wie gut Drei- bis Achtjährige mit dem Tablet lesen lernen – ohne Hilfe von Lehrern. Im November hatte Negroponte angekündigt, die Tablets in entlegenen Gebieten aus Hubschraubern abzuwerfen.

Mit dem ersten Projekt, dem "100-Dollar-Laptop", hat OLPC zwei selbst gesteckte Ziele verfehlt: Er kostete anfangs fast doppelt so viel, erreichte die versprochenen Stückzahlen nicht und wurde von Intels Konkurrenzprojekt Classmate überholt. (cwo)

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