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OMR: Klassentreffen der Online-Werber

Beim OMR-Festival trifft sich die Marketing-Szene – und spricht nicht mehr nur über neue Werbeformate, sondern auch über Netzpolitik.

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Während sich in Berlin die Vordenker der digitalen Welt zu ihrem vielzitierten "Klassentreffen" namens re:publica treffen, werden in Hamburg Geschäfte gemacht: Auf dem am heutigen Dienstag gestarteten Festival OMR versammelt sich die (Online-)Werbeszene zu ihrer – neben der dmexco – wichtigsten Veranstaltung des Jahres. 50.000 Teilnehmer peilen die Veranstalter bis zum Mittwoch an.

Der große Schwerpunkt der OMR (Online Marketing Rockstars) liegt auf der digitalen Werbung in allen ihren Facetten. Egal ob das Marketing auf den großen Plattformen Google, Facebook und Co., Influencer Marketing oder Podcasts erfolgt – die Veranstaltung deckt mit 400 Ausstellern die gesamte Bandbreite der (Online-)Werbung ab.

Die Besucher können sich unter anderem in Dutzenden Master Classes auf den Stand der Technik bringen. Wie es sich für eine aktuelle Digitalkonferenz gehört, gibt es auch einen Startup-Wettbewerb, den Future Hamburg Award. Unter 100 Wettbewerbern wurden 10 ausgewählt, die sich und ihre Produkte in Hamburg ausführlich vorstellen können. Das Produktspektrum des Preises beschränkt sich nicht auf Adtech. Vielmehr decken die Teilnehmer eine große Spanne ab, von der Microplastik-Alternative bis zur Navigationslösung für Sehbehinderte.

Die Talks waren meist gut besucht bis überlaufen.

Neu in diesem Jahr ist eine Bühne, die sich dem Dialogmarketing widmet, gemeinsam betrieben mit dem Deutschen Dialogmarketing Verband und der Fachzeitschrift ONEtoONE. Dort dreht sich alles rund um den Kundendialog über alle Kanäle – von der klassischen E-Mail über Facebook bis hin zu WhatsApp.

Bei allen digitalen Neuerungen spielen aber auch klassische Medien eine Rolle: Print ist noch lange nicht tot. OMR-Veranstalter Philipp Westermeyer hat ganz passend zum Trend der Promi-Magazine gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt ein eigenes herausgebracht: In "Philipp" dreht sich alles um die digitale (Werbe-)Welt. Auf mehr als 30 berichtet es über Größen der Hamburger Digitalszene, es enthält aber auch einen Chat mit Udo Lindenberg.

Neben seinem Kernthema hat die OMR das Thema Netzpolitik für sich entdeckt. So gibt es eine Master Class zum Thema Aktivismus und auch Talks mit Politikern, die die Plattform gerne als Bühne nutzen. So durfte sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak den eher selten kritischen Fragen des Investors Frank Thelen stellen. Und Noch-Bundesjustizministerin Katarina Barley berichtete, dass sie ihre Berliner Wohnung bereits gekündigt hat und trug nochmals ihre digitale Agenda für Europa vor. (jo)