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OS/390-Nachfolger fertig

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IBM hat mit der Auslieferung des neuen Mainframe-Betriebssystems z/OS begonnen, das speziell auf die Ende vergangenen Jahres angekündigte z900-Serie zugeschnitten ist. Zu den Highlights des 64-Bit-Betriebssystems gehört unter anderem die Fähigkeit, Rechnerleistung nicht nur auf der Maschine, sondern im Netz zu verteilen. Als Eckdaten der z900-Serie nennt IBM: bis zu 64 CPUs im SMP-Verbund, maximal 64 Gigabyte Hauptspeicher, eine I/O-Performance von 24 GByte/s und einen Netzdurchsatz von 3 GByte/s.

Die z900 erlaubt den Mainframe-typischen parallelen Ablauf von mehreren Betriebssystemen auf einem Rechner (Partitionierung); IBM nennt dafür als die wichtigsten Systeme z/OS und Linux for zSeries. Für das Großrechner-Linux kündigten Big Blue und SAP während der CeBIT die Verfügbarkeit von mySAP.com im zweiten Quartal 2001 an.

Unter z/OS lassen sich bis zu 32 Systeme clustern; in solch einem Rechnerverbund kann ein einzelnes Betriebssystem 640 CPUs anfordern. Mit den neuen Großrechnern führt IBM auch ein neues Vertriebskonzept ein. Man kann sich "auf Verdacht" schon einmal CPUs einbauen lassen und diese erst bezahlen, wenn sie – im laufenden Betrieb – zugeschaltet werden. Auch die Abrechnung von Software-Modulen soll nicht mehr pro Installation, sondern nach Nutzlast erfolgen. z/OS soll am 30. März allgemein verfügbar sein. (js)