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OSZE: Pressefreiheit weltweit so stark bedroht wie lange nicht

Der OSZE-Beauftragte für Medienbeauftragte beklagt die Einschränkung der Pressefreiheit weltweit. Insbesondere fordert er von der Türkei die Freilassung Denis Yücels.

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(Bild: Denis Yücel, 2011, CC-BY-SA-4.0)

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Die Sicherheit von Reportern und die Pressefreiheit im Allgemeinen sind nach Einschätzung der OSZE so stark bedroht wie schon lange nicht mehr. Unter dem Deckmantel angeblicher nationaler Sicherheitsinteressen werde versucht, so viele kritische Stimmen wie möglich mundtot zu machen, sagte der Beauftragte für Medienfreiheit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Harlem Désir. Die Gesellschaft leide unter diesem Trend. "Eine starke Medienfreiheit ist in diesen Zeiten ein wichtiger Beitrag, um die Gesellschaft zu stärken. Es gibt keine starke Gesellschaft, die nur wenig Zugang zu Informationen hat."

Insgesamt sitzen nach Angaben der OSZE in den 57 Mitgliedstaaten mehr als 170 Reporter in Haft. Die meisten davon seien in der Türkei, so wie auch der deutsche "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel. Die Grundlage der Anklage gegen Yücel sei völlig unbegründet, sagte Désir. Er stehe im Kontakt mit den türkischen Behörden und habe die Freilassung gefordert. "Ich will keine Journalisten als Geiseln für Verhandlungen zwischen Staaten sehen. Journalisten repräsentieren nicht ihr Heimatland." (hag)