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Oculus-Gründer: Palmer Luckey investiert in Rift-Hack Revive

Palmer Luckey, Gründer des VR-Entwicklers Oculus, spendet für Revive – ein Projekt, das Oculus-Rift-Spiele auch für die HTC-Brille Vive verfügbar macht. Das Verhältnis zwischen Revive und Oculus ist angespannt.

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(Bild: Dcoetzee)

Palmer Luckey will monatlich 2000 US-Dollar an das VR-Projekt Revive spenden. Das teilten die Revive-Verantwortlichen auf ihrer Patreon-Seite mit. Laut RoadtoVR sind diese Angaben authentisch. Eine Stellungnahme zur Investition wollte Luckey nicht abgeben.

Revive ist ein kostenfreier Hack, mit dem exklusive Oculus-Rift-Spiele auch auf HTCs VR-Brille Vive (ab 583,30 €) gespielt werden können. Dass mit Palmer Luckey nun ausgerechnet der Gründer von Oculus ein Projekt unterstützt, das die Exklusivität der Rift aushebelt, ist pikant.

Luckey war bei Oculus-Mutter Facebook durch diverse Eskapaden in Ungnade gefallen und musste das Unternehmen verlassen. Ob der VR-Vorreiter seinem ehemaligen Arbeitgeber nun auf den Schlips treten will oder schlicht nichts von Exklusivität hält, ist unklar.

Palmer Luckey hatte sich nach seinem Weggang bei Facebook scheinbar auch aus dem VR-Geschäft zurückgezogen. Zuletzt wurde bekannt, dass er mit seinem neuen Unternehmen Grenzüberwachungstechnologie entwickelt. Offensichtlich verfolgt er die Geschehnisse in der VR-Branche zumindest als Privatperson immer noch.

Das Verhältnis zwischen CrossVR, dem Entwickler von Revive, und Oculus ist naturgemäß schwierig. Eine Zeit lang kämpfte Oculus durch immer schärfere Sicherheitsmaßnahmen gegen den Rift-Hack an. Als Revive als Antwort allerdings den kompletten Kopierschutz der Rift (ab 359,95 €) ausschaltete, änderte Oculus die Strategie: Seitdem wird Revive geduldet, im Gegenzug nahm CrossVR den DRM-Crack zurück. (dahe)