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Oculus-Gründer: Palmer Luckey verlässt Facebook

Vor drei Jahren kaufte Facebook das VR-Unternehmen Oculus für 2 Milliarden US-Dollar. Nun trennen sich die Wege von Oculus-Gründer Palmer Luckey und dem Social-Media-Konzern.

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Oculus-Gründer: Palmer Luckey verlässt Facebook

(Bild: Dcoetzee)

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Palmer Luckey, der Gründer von Oculus, wird Facebook in der kommenden Woche verlassen. Das bestätigte ein Oculus-Sprecher gegenüber dem Business Insider. Man werde Luckey bei Oculus und Facebook vermissen, heißt es in der Stellungnahme lediglich. Für die Zukunft wünsche man ihm viel Erfolg. Ob Luckey das Unternehmen freiwillig verlässt, ist unklar. Eine Stellungnahme des Jungunternehmers, dessen Vermögenswert auf 700 Millionen US-Dollar geschätzt wird, liegt noch nicht vor.

Palmer Luckey hatte 2012 den ersten Prototypen der VR-Brille Oculus Rift vorgestellt. Im März 2014 übernahm Facebook das Unternehmen und damit die vielversprechende VR-Technologie für 2 Milliarden US-Dollar. Der kontroverse Deal wurde zum Gegenstand mehrerer gerichtlicher Auseinandersetzungen: Oculus-Mitgründer John Carmack wurde etwa vorgeworfen, Technologien von Zenimax Media geklaut zu haben. Dieser Anklagepunkt endete in Freispruch. Palmer Luckey selbst wurde wegen Verstoß gegen Geheimhaltungsabkommen zu einer Geldstrafe von 50 Millionen US-Dollar verurteilt.

Im September wurde bekannt, dass Luckey heimlich eine Gruppe zur Verbreitung von Internet-Memes zur Unterstützung des späteren US-Präsidenten Donald Trump unterstützte. Die Finanzierung der Netz-Trolle wurde zum Eklat und brach Luckey das Genick: Der 24-Jährige, der lange als Galionsfigur der VR-Bewegung gesehen worden war, tauchte fast völlig ab. Weder bei der firmeneigenen Entwickler-Konferenz OC3 noch auf der Technik-Messe CES war Luckey vertreten. Selbst auf Palmers Twitter-Account herrscht Funkstille.

Lange war unklar, ob Luckey überhaupt noch für Facebook tätig ist. Die Fäden schienen mittlerweile andere in der Hand zu haben. Im Januar verkündete Facebook den ehemaligen Google-Manager Hugo Barra als neuen Chef der VR-Sparte. Palmer Luckey wurde bei der Ankündigung erst gar nicht erwähnt. (dahe)

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