Menü

Oculus Rift DK2: SDK-Update bringt Mac-Support und Abwärtskompatibilität

Mit dem neuesten Update des Software Development Kit arbeitet die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift DK2 auch mit Macs zusammen und versteht sich mit einigen alten Rift-Demos und Spielen ohne zusätzliche Tools oder Tricks.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 4 Beiträge

Der Hintergrund-Dienst von Oculus steuert unter anderem die Kamera für die Positionsbestimmung.

Oculus VR hat eine neue Version des Software-Development-Kits (SDK) für die Oculus Rift veröffentlicht, mit dem die zweite Entwicklerversion der Virtual-Reality-Brille nun auch mit Macs zusammenspielt. Zudem soll sich der Oculus-Dienst per Konfigurationsmenü deaktivieren lassen, um einige Spiele und Demos zum Laufen bringen, die ursprünglich für die erste Entwickler-Version der Oculus Rift entwickelt wurden. Ansonsten ergänzt das Update das SDK um den Support für die Unreal Engine 4 und es behebt einige Fehler. Nutzer mit einem Entwicklerkonto können das neue SDK bei Oculus im Developer Center kostenlos herunterladen.

Für die Abwärtskompatibilität zu alten Rift-Demos und Spielen bietet das Oculus Configuration Utility den Eintrag "Pause Service..." an. Die Option stoppt den Oculus-Dienst, welcher unter anderem die Kamera zur Positionserfassung steuert. Hierdurch laufen auch für die erste Version der Rift entwickelte Demos und Spiele, solange diese auf einem SDK ab Version 0.3 aufsetzen. Bisher konnten Nutzer dazu nur den Dienst von Hand per Taskmanager deaktivieren oder ein kleines Tool des Entwicklers mit dem Nickname Bilago verwenden. Bei einem ersten Test im c't-Testlabor funktionierte die neue Oculus-Funktion allerdings nicht zuverlässig. Um ältere Software zum Laufen zu bringen, musste noch ein weiterer Dienst manuell deaktiviert werden.

Das neue SDK soll außerdem einige kleine Fehler beheben. So setzt es laut den Entwicklern kein SSE 4.1 mehr voraus, wodurch es mit älteren AMD-Prozessoren zusammenarbeiten soll. Verwendet man die Rift im sogenannten Direct-Mode, also als gesondertes Virtual-Reality-Gerät, so soll OpenGL auch auf AMD-Grafikkarten funktionieren. Zusätzlich soll das Update einige Bluescreen-Abstürze beim Start von Demos und Spielen beheben und den OpenGL-Support überarbeiten.

[Update:] In Mac & i Heft 1/2014 lesen Sie ab Seite 62 einen ausführliche Test der ersten Developer-Version (DK1) im Betrieb am Mac.[/Update]

Bei der Unity-Implementierung haben die Entwickler etwa Fehler bei Schatten und Shadern behoben, indem sie eine symmetrische Sichtpyramide für die Berechnung der Perspektive verwenden. Dieser Fehler sorgte offenbar dafür, dass viele Entwickler ihre für die erste Rift-Version erstellten Programme nicht einfach auf die neue SDK-Version portieren konnten. (jkj) / (fkn)