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Öffentliches WLAN: Berlin schreibt Gebäude als Hotspot-Standort aus

Wie erwartet schreibt der Berliner Senat öffentliche Gebäude als Standorte für öffentliche WLAN-Hotspots aus. Interessierte Betreiber können sich bis Ende Januar bewerben.

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WLAN-Hotspot

(Bild: dpa, Martin Schutt/Archiv)

In Berlin soll es mehr kostenlose WLAN-Hotspots geben. Dafür stellt das Land zwei Jahre lang öffentliche Gebäude als Hotspot-Standorte zur Verfügung, wie die Senatskanzlei am Montag mitteilte. Laut einer Parlamentarischen Anfrage will der Senat zudem Miet- und Stromkosten bis zu einer Höhe von 170.000 Euro übernehmen. Um die Nutzung der Standorte können sich Betreiber bis Ende Januar 2015 bewerben. Sie müssen mindestens 30 Minuten kostenlosen Internetzugang pro Tag für jeden Interessierten anbieten.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Versuche gegeben, ein kostenfreies WLAN-Netz in Berlin aufzubauen. Die Bereitschaft der Unternehmen in Aufbau und Betrieb der Infrastruktur zu finanzieren, war aber gering, wie entsprechende Erkundungen ergeben hatten. Zudem sind rechtliche Risiken für die Betreiber öffentlicher Funknetze noch immer ungeklärt.

Die Große Koalition will das Problem der sogenannten Störerhaftung eigentlich lösen, so steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Auch in der "Digitalen Agenda" steht eine Absichtserklärung. Nach einer schnellen Lösung sieht das alles nicht aus. "Die Meinungsbildung über die inhaltliche Ausgestaltung dieser Regelung ist noch nicht abgeschlossen", lautet die Wasserstandsmeldung aus dem Justizministerium.

An einigen Orten gibt es dennoch bereits kostenlose Hotspots- etwa in Stadtteilbibliotheken, zum Teil aber auch an öffentlichen Plätzen. Kabel Deutschland bietet beispielsweise am Hackeschen Markt, Unter den Linden und am Alexanderplatz kostenfrei WLAN an. (vbr)

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