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Ökoprojekte sammeln online Geld

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Eine junge Firma aus dem kalifornischen Oakland bietet einen neuen Online-Service an, der es interessierten Nutzern erlaubt, Kleinbeträge in Solarprojekte zu investieren. Das Start-up Mosaic ist nur eines von mehreren Unternehmen, die den Ökostrom durch Finanzinnovationen vorantreiben will, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Vorbild sind Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter, auf denen Einzelpersonen sich bereiterklären, in Start-ups und andere interessante Projekte Geld zu stecken.

Die Kosten für die eigentliche Solar-Hardware vom Modul bis zum Inverter ist in den vergangenen Jahren rapide gesunken. Installation und Wartung werden zunehmend zum wichtigsten Kostenfaktor. Mosaic sammelt beispielsweise Geld für Projekte in Kalifornien ein, bei denen Solaranlagen auf den Dächern sozialer Wohnprojekte installiert werden sollen. Als Ertrag sollen immerhin 4,5 Prozent über neun Jahre erwirtschaftet werden können. Auch im US-Bundesstaat New York ist Mosaic aktiv und will sich künftig auf die ganzen USA ausdehnen. In Kalifornien wurden bereits sechs Installationen mit Geld versorgt, während das Start-up sein Geschäftsmodell ausentwickelte.

Ziel ist dabei stets, solche Vorhaben mit Geld zu versorgen, die für Banken zu uninteressant und zu klein sind, sagt Mosaic-Präsident und Mitbegründer Billy Parish. Als Start-up kann die Firma laut seiner Aussage günstiger finanzieren als institutionelle Anleger und auch genügend Geld für Dachsolaranlagen einsammeln, die auf Mehrfamilienhäusern und Geschäftsimmobilien entstehen.

Die gruppenweise Finanzierung von Sonnenstrom ist nicht neu. So hilft Solar Gardens aus Colorado, Community-Projekte anzuschieben. In Deutschland arbeiten junge Firmen wie Sunnycrowd oder Crowd Energy an ähnlichen Ideen wie Mosaic.

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(bsc)