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Österreich: Echte mobile Datenflatrate für 20 Euro

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Der österreichische Mobilfunk-Netzbetreiber 3 bietet nun einen Tarif mit echter Datenflatrate für knapp 20 Euro. Wer kein neues Endgerät benötigt und sich für 24 Monate bindet, zahlt im Tarif 3 Data Flat nur 19,92 Euro pro Monat. Dafür dürfen dann über die 3-Netze in Österreich, Australien, Dänemark, Großbritannien, Hongkong, Irland, Italien und Schweden beliebig viel Daten übertragen werden ( 3 Like Home). Eine Drosselung der Bandbreite gibt es dabei nicht.

Wer sich nicht für 24 Monate binden möchte, muss mit 24,90 Euro ein bisschen mehr bezahlen. Dieser Preis gilt auch für Kunden, die bei 3 ein subventioniertes Endgerät erwerben. Sie müssen sich jedenfalls für zwei Jahre binden. Eingeschlossen ist ein Portfolio an gestreamten TV- und Radiosendern sowie Virenschutz und Firewall von Kaspersky. Zudem soll eine Kindersicherung "Schutz vor ungeeigneten Websites" bieten.

3 ist der nach Kundenstock kleinste Netzbetreiber Österreichs, verfügt aber über das 3G-Netz mit der größten Abdeckung. 94 Prozent der Österreicher können an ihrem Wohnsitz mit HSPA von 3 online gehen und bis zu 7,2 Mbit/s herunterladen respektive bis zu 2 Mbit/s uploaden. Der ursprünglich für das zweite Halbjahr 2009 geplante Start von HSPA+ (bis zu 21 Mbit/s Downstream, bis 5,7 Mbit/s Upstream) verzögert sich allerdings. Unbestätigten Informationen zu Folge soll der Netzlieferant Nokia Siemens Networks noch mit Softwareproblemen kämpfen.

Der Mobilfunkdiscounter Yesss, eine Tochter von Orange, bietet neuerdings auch seinen Sprachtelefonie-Kunden mit Vorauszahlung (Prepaid) ein Datenpaket. Für 3 Euro können Sie innerhalb eines Monats maximal 100 MByte übertragen.

Für anspruchsvollere Businesskunden könnte bald eine ganze Reihe neuer Produkte unterschiedlicher Anbieter auf den Markt kommen. Der Provider Silver Server bietet in Kooperation mit T-Mobile Austria ein Vorleistungsprodukt namens Enhanced mobile Bitstream. Damit sollen andere Provider und EDV-Dienstleister eigene Produkte entwickeln und selbst vermarkten. Der Datenverkehr wird von T-Mobile an den alternativen ISP übergeben, der dem Endkunden dadurch Zusatzdienste wie fixe IP-Adressen oder MPLS bieten kann.

Ein Vergleich mit den Preisen von vor fünf Jahren zeigt den rasanten Preisverfall mobiler Datendienste in Österreich. Im Oktober 2004 lag der neueste Kampftarif für mobiles Breitband bei monatlich 55 Euro für ein GByte, nachdem im Mai des Jahres noch 70 Euro für 250 MByte ein Preisbrecher gewesen waren. (jk)