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Österreich: Erste Blockchain-Briefmarke der Welt

Die Österreichische Post zeigt sich wieder mal kreativ und setzt dabei neueste Technik ein: Erstmals gibt sie eine Sonderbriefmarke auf der Blockchain heraus.

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(Bild: post.at)

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Philatelistenherzen schlagen jetzt vielleicht höher: Die Österreichische Post bietet mit der "Crypto stamp" weltweit erstmalig eine Briefmarke an, deren digitales Abbild in der Ethereum-Blockchain gespeichert wird. Die Sonderbriefmarke mit einem niedlichen bunten Einhorn soll die analoge und digitale Welt einander näher bringen und "virtuelles Sammlerstück" sein – aber eins mit analogen Rubbelflächen.

Die Blockchain-Sonderbriefmarke hat die Form einer Scheckkarte. Auf deren rechter Hälfte sind unter den handelsüblichen Rubbelflächen die Codes versteckt, mit denen man die Briefmarke in der Ethereum-Blockchain speichern kann. Sie ist dann in einer Ether-Wallet verfügbar und kann auch in eine andere transferiert werden. Auch solche Transaktionen werden in der Blockchain lückenlos dokumentiert.

Der linke, abtrennbare Bereich ist die eigentliche Briefmarke, die normal auf einen Brief geklebt und versendet werden kann. Das auf der Crypto stamp abgebildete Einhorn ist das Wappentier der Ethereum-Community. Die Marke mit einem Nennwert von 6,90 Euro wurde 150.000 Mal aufgelegt. Zur Steigerung ihres Sammlerwerts soll sie laut Post in fünf verschiedenen Farben angeboten werden, die unterschiedliche Auflage von zwischen 1500 und 75.500 Stück haben.

Das Angebot der Österreichischen Post scheint sich vor allem an technikaffine Philatelisten zu richten. Kernmotivation der Post dürfte mal wieder eine weitreichende PR-Aktion sein. Die Österreichische Post ist in den vergangenen Jahren bekannt geworden für Briefmarken mit Stickereien von Dirndln, Lederhosen oder Edelweiß. Auch Marken mit Meteoritenstaub und funkelnden Swarovski-Kristallen hat es schon gegeben. (vbr)