Menü

Österreich: Kostenloser UMTS-Zugang für Einsteiger

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 109 Beiträge
Update
Von

Der österreichische UMTS-Netzbetreiber 3 (Hutchison 3G Austria) bietet ab sofort kostenlosen Internetzugang für jedermann. Es handelt sich um einen Basiszugang mit 20 MByte Transfervolumen täglich. In den ersten sieben Tagen ab Aktivierung ist 1 GByte frei. Zielgruppe sind vor allem jene, die das mobile Internet einmal ausprobieren möchten oder bei denen es am Finanziellen scheitert. Das Angebot ist Teil der "Initiative 100% – das ganze Land im Internet" des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT).

Die kostenfrei verfügbaren SIM-Karten sind anonym, für die Aktivierung muss eine österreichische Mobilfunk-Nummer angegeben werden. In Österreich sind auch Telefonie-SIM-Karten anonym für wenig Geld erhältlich. Jede Nummer kann nur für die Aktivierung eines Gratis-Anschlusses genutzt werden. 3 schickt an diese Rufnummer bis zu fünf Werbe-SMS pro Monat. was nach der Aktivierung aber auch online abbestellt werden kann. [Update vom 10. August 2012: Entgegen den unserem Autoren zunächst vorliegenden Informationen führt das Abbestellen der Werbung dazu, dass der Gratis-Zugang deaktiviert wird.] Optional ist der Erwerb eines USB-Modems für 29 Euro, was laut 3 der Selbstkostenpreis ist. Für 299 Euro gibt es ein Samsung Galaxy Tablet 8.9.

Sind 20 MByte verbraucht, wird der Anschluss bis zum nächsten Tag stillgelegt. Der Nutzer kann jedoch für 2 Euro ein Downloadguthaben von einem GByte erwerben, das sieben Tage gültig ist. Dieses Paket erneuert sich nach Ablauf so lange automatisch, wie ausreichend Guthaben vorhanden ist. Bei Ladebons, Kreditkarten und Paypal beträgt die Mindestaufladung 10 Euro, bei Online-Banküberweisung (EPS) von einem österreichischen Konto ist auch die Zahlung von nur 2 Euro möglich.

Einer Metastudie (PDF-Datei) des ÖIAT zufolge ist jeder fünfte Einwohner Österreichs über 14 Jahre noch nicht online: 15 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen. Vor allem Personen ohne Matura (Abitur) und ältere Semester surfen selten bis nie; von den über 70-jährigen sind fast drei Viertel offline. Teilweise liegt das auch am lieben Geld. Doch laut Studie könnte der durchschnittliche Haushalt durch Online-Angebote jährlich 700 Euro sparen, etwa durch bessere Preisvergleiche oder günstigere Bankkonten. (phs)