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Österreich: Mobilfunkanbieter 3 öffnet Netz für Untermieter

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Der österreichische Mobilfunkanbieter 3 (Hutchison 3G Austria) öffnet sein Netz für Untermieter, so genannte Mobile Virtual Network Operators (MVNO). Damit möchte 3 Sorgen der EU-Kommission über ein zu starkes Nachlassen des Mobilfunk-Wettbewerbs in Österreich zerstreuen und so eine Genehmigung für die Übernahme des Mitbewerbers Orange erhalten. Auf der Website von 3 soll ein Standardangebot für MVNO veröffentlicht werden. Das ist ungewöhnlich, da die Bedingungen für MVNO in der Regel gut gehütete Betriebsgeheimnisse sind.

Zudem dauern Verhandlungen mit Netzbetreibern über die Einrichtung eines MVNO üblicherweise viele Monate. Untermieter sind in österreichischen Mobilfunk-Netzen nicht gänzlich unbekannt, konnten sich auf dem sowieso wettbewerbsintensiven Markt aber nur in Nischen halten. Auf dem Markt für günstige Telefonate ins Ausland gibt es etwa eety (über die Sendeanlagen von Orange) und YouTalk (T-Mobile). Tele2 hingegen ist mit einem Mobilfunk-Angebot gescheitert.

3 möchte die EU-Kommission vom Erfolg des Angebots überzeugen, weshalb es besonders günstig werden soll: "Soweit 3 bekannt ist, sind dies die niedrigsten (Preise), die jemals für derartige Modelle in Europa offeriert wurden", heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Die Details dürfen aufgrund des laufenden Verfahrens beim EU-Wettbewerbskommissar nicht veröffentlicht werden. Aber ein Vorvertrag mit einem nicht genannten Kunden wurde bereits unterzeichnet.

Genau betrachtet ist 3 selbst im eigenen Netz nur eingemietet: Die zugrunde liegenden Sendeanlagen gehören der China Development Bank und werden von 3 geleast.

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